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Panorama Mutmaßlicher Vergewaltiger ist ein Flüchtling
Nachrichten Panorama Mutmaßlicher Vergewaltiger ist ein Flüchtling
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21:15 06.12.2016
Die Polizei informiert über den Stand der Ermittlungen gegen den Iraker. Quelle: dpa
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Bochum

Bochum, die einstige Malocher-Stadt, gilt als Musterbeispiel einer Ruhrpott-Metropole im Wandel. Der Migrantenanteil ist ähnlich hoch wie in anderen Großstädten der Region – mit kluger Viertelplanung ist es der Stadt aber gelungen, gefürchtete No-Go-Areas wie in Duisburg oder Dortmund zu verhindern.

Gleiches bei den Asylsuchenden, die gerade in der Bergarbeiter-Metropole auf eine überdurchschnittlich große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung traf. Doch diese Erfolge bekommen Risse. Nach wochenlanger Fahndung hat die Polizei offenbar zwei Sexualstraftaten an Studentinnen im Bochumer Universitätsviertel aufgeklärt und einen 31-jährigen Asylbewerber aus dem Irak als Tatverdächtigen festgenommen. Gegen den im Dezember 2015 nach Deutschland eingereisten Mann wurde Haftbefehl erlassen. Ihm wird unter anderem Mordversuch sowie eine versuchte und eine vollendete Vergewaltigung vorgeworfen.

Mit diesem Phantombild hat die Polizei nach dem Sextäter gefahndet – und scheinbar Erfolg gehabt. Quelle: Polizei

Der 31-Jährige gilt demnach als dringend tatverdächtig, weil seine Speichelprobe den Ermittlern zufolge identisch ist mit DNA-Spuren von den beiden Tatorten. Der Mann, der nach Polizeiangaben zuletzt in einer Unterkunft für Zugewanderte in Bochum lebte, soll am 6. August versucht haben, eine 21-jährige Studentin aus China zu vergewaltigen. Sie erlitt schwere Verletzungen, die Mordkommission ermittelte. Am 16. November der nächste Angriff, dieses Mal auf eine 27 Jahre alte chinesischen Studentin.

Oberstaatsanwalt Andreas Bachmann (l.) und der Leiter der Mordkommission, Roland Wefelscheidt, berichten über die Ermittlungen. Quelle: dpa

Den Ermittlern zufolge bestreitet der 31-Jährige die Taten, die in der Nähe der Ruhr-Universität verübt wurden. Nach ersten Erkenntnissen soll der Iraker vor einem Jahr zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern nach Deutschland eingereist sein. Auf seine Spur kamen die Ermittler, weil der Lebensgefährte des zweiten Opfers den per Phantombild gesuchten Mann vergangene Woche zufällig in der Nähe des Tatortes gesehen und mit dem Handy fotografiert hatte.

Anhand der Fotos konnte die Polizei den Mann schnell als Bewohner einer nahe gelegenen Flüchtlingsunterkunft identifizieren. Nach Angaben der Ermittler wird nun geprüft, ob er womöglich weitere Sexualstraftaten begangen hat.

Oberstaatsanwalt Andreas Bachmann: „Der Mann bestreitet die Tat, da aber der DNA-Beweis auf den Körpern der Opfer so eindeutig von ihm sind, deshalb sprechen wir auch schon vom Täter.“

Von RND/afp/cab

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