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Panorama Mutmaßlicher Mörder machte erst einmal Urlaub
Nachrichten Panorama Mutmaßlicher Mörder machte erst einmal Urlaub
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16:21 19.11.2016
Der 22-Jährige war mit seinem 18 Monate alten Sohn auf der Flucht. Er soll seine Partnerin getötet haben. Quelle: dpa / Polizei Niederbayern
Freyung

Bei dem Mann handelt es sich um den Lebensgefährten der Toten. Der 22-Jährige war vor einigen Tagen mit dem gemeinsamen Kleinkind aus Freyung geflohen. Allerdings schickte er mehreren Personen aus seinem Umfeld ein Foto von sich und seinem Sohn aus dem Ausland – wahrscheinlich aus Frankreich. Damit brachte er die Polizisten offenbar auf seine Spur.

Die Beamten suchten in der vergangenen Woche mit Hochdruck und europaweit nach dem jungen Mann. Die Kripo Passau richtete dafür eine 20-köpfige Sonderkommission ein. Am Sonnabend fanden die Ermittler den mutmaßlichen Mörder schließlich im spanischen Küstenort Lloret de Mar. Der 22-Jährige soll vorher den Menschen in seinem Umfeld geschrieben haben, dass er sich bald stellen werde. Aber vorher wolle er noch einige Tage Urlaub machen. Das berichtete die Polizei.

Polizei: Der Sohn ist wohlauf

Spanische Spezialeinheiten verhafteten den Mann am frühen Samstagmorgen in einem Appartementhaus. Sie fanden dort auch das Fluchtauto des Mannes. Der Sohn sei bei ihm gewesen und wohlauf, teilte die bayerische Polizei am Samstag mit. Der 18 Monate alte Junge sei vorläufig in eine spanische Jugendhilfeeinrichtung untergekommen. Er werde demnächst nach Deutschland gebracht. „Der Schutz des Kindes hatte für uns immer oberste Priorität“, teilten die Verantwortlichen nach der Festnahme erleichtert mit.

Die Mutter des Opfers hatte die Leiche am vergangenen Samstag in einem Mehrfamilienhaus in Freyung entdeckt – versteckt in einem Plastiksack. Sie hatte sich Sorgen gemacht, weil ihre Tochter über längere Zeit nicht zu erreichen gewesen war. Dem Obduktionsbericht zufolge war die junge Frau zu diesem Zeitpunkt bereits bis zu drei Wochen lang tot. Woran sie genau starb, wollte die Polizei mit Blick auf die Ermittlungen weiterhin nicht veröffentlichen. Die Staatsanwaltschaft Passau stellte am Sonnabend einen Auslieferungsantrag an die spanischen Behörden, damit der 22-Jährige nach Deutschland gebracht wird.

Von dpa/RND

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