Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Mutmaßlicher Mörder bedauert Tod von Polizisten
Nachrichten Panorama Mutmaßlicher Mörder bedauert Tod von Polizisten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:14 17.10.2017
Der mutmaßliche Dreifachmörder vor Gericht in Frankfurt (Oder). Quelle: dpa
Frankfurt (Oder)

Vor rund acht Monaten tötete Jan G. seine Großmutter. Auf seiner Flucht überfuhr er zwei Polizisten, die dabei tödlich verletzt wurden. Jetzt steht der mutmaßliche Dreifachmörder in Frankfurt an der Oder vor Gericht. Der 25-Jährige äußerte am Dienstag zum Prozessauftakt vor dem Landgericht sein Bedauern. „Ich kann sagen, dass es mir leid tut.“

In Bezug auf die getöteten Polizisten sagte der Angeklagte, es tue ihm leid, „dass sie nicht mehr zum Dienst kommen.“ Zu den ihm vorgeworfenen Taten äußerte er sich zunächst nicht. In früheren Vernehmungen soll der Angeklagte nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Taten gestanden haben.

Auch zum Prozessbeginn war das Medieninteresse groß. Quelle: dpa

Der Angeklagte war Ende Februar festgenommen worden. Er soll auf der Flucht vor der Polizei in Oegeln im Landkreis Oder-Spree zwei Beamte überfahren haben, die sofort starben. Zuvor war die Leiche der 79 Jahre alten Großmutter in ihrem Wohnhaus im nahe gelegenen Müllrose entdeckt worden. Der Enkel soll sie nach einem Streit um Geld erstochen haben.

Daraufhin war die Großfahndung nach dem Mann ausgelöst worden. Man suchte nach dem Flüchtigen, der mit einem Auto unterwegs war. Mit einem Nagelbrett wollten die Beamten den jungen Mann eigentlich stoppen – doch sie wurden überfahren. Die beiden 49 und 52 Jahre alten Männer starben.

Mutter des Angeklagten ist Nebenklägerin

Der Angeklagte soll Drogen und Psychopharmaka genommen haben. Ein Gutachter hatte ihm nach der Festnahme eine Persönlichkeitsstörung attestiert. Laut Staatsanwaltschaft wird von verminderter Schuldfähigkeit ausgegangen.

Dem Landgericht zufolge gibt es drei Nebenkläger in dem Prozess. Es sind die Mutter des Angeklagten sowie jeweils ein Verwandter der getöteten Polizisten.

Der damals 24-Jährige war früher schon wegen Straftaten angeklagt worden. Darunter waren Delikte wie Raub, Körperverletzung und Diebstähle.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Vor der Kanareninsel Teneriffa sind zwei deutsche Touristen ums Leben gekommen. Die beiden Männer sollen trotz Warnungen an der Playa Bollullo ins Wasser gegangen und ertrunken sein.

17.10.2017
Panorama Christoph Waltz im Interview - „Ich finde mich eher langweilig“

Christoph Waltz spielt demnächst einen Partyhengst im Däumling-Format. Im Interview gibt sich der zweifache Oscar-Preisträger bescheiden und spricht über Kollegen mit zu großem Ego.

17.10.2017
Panorama 10 Millionen Dollar für pikante Details - Porno-Verleger will Trump zu Fall bringen

Larry Flynt bietet 10 Millionen Dollar für pikante Details über US-Präsident Donald Trump, die ihn zu Fall bringen können. Schon im Wahlkampf hatte der Verleger des Porno-Magazins „Hustler“ auf diese Weise ein Video veröffentlicht, in dem Trump den Satz „Grab them by the Pussy“ sagte.

17.10.2017