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Panorama „Phil“ sagt sechs weitere Winterwochen voraus
Nachrichten Panorama „Phil“ sagt sechs weitere Winterwochen voraus
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07:10 03.02.2017
Können diese Äuglein lügen? Ganz treffsicher ist „Phil“ mit seiner Wettervorhersage zumindest nicht.   Quelle: EPA
Punxsutawney

Die Regel dabei lautet: Wenn das Nagetier zum Sonnenaufgang am 2. Februar einen Schatten wirft, bleibt es kalt und nass. Falls nicht, wird das Wetter eventuell besser. Die Tradition besteht seit vielen Jahrzehnten, Aufzeichnungsdaten gehen bis ins Jahr 1887. Demnach hat „Phil“ bereits 102 weitere Wochen Winter und lediglich 18 Mal einen frühen Frühling vorhergesagt. Auch in diesem Jahr bleibt es dem niedlichen Nager nach sechs weitere Wochen kalt.

In den USA ist der „Groundhog Day“ ein mediales Großereignis mit 125-jähriger Tradition. Da stört auch nicht, dass „Phil“ in den vergangenen Jahren treffsicher daneben lag.

Tatsächlich geht der Brauch auf deutsche Einwanderer zurück und lehnt sich an eine Bauernregel an, die noch heute existiert: „Sonnt sich der Dachs in der Lichtmess-Woche, geht auf vier Wochen er wieder zu Loche.“ Da Dachse in den Vereinigten Staaten allerdings eher selten vorkommen, schlüpfte kurzerhand ein Murmeltier in die prominente Rolle.

Auf dem Weg zu seinem großen Auftritt: Quelle: AP

Tausende pilgern in der Nacht zum 2. Februar Jahr für Jahr zum Gobbler’s Knob, einer kleinen Lichtung auf einem Waldhügel bei Punxsutawney auf dem „Phil“ dann seinem Herrchen vom Murmeltierverein die Wetterprognose flüstert. Begleitet wird das Spektakel von einem mehrtägigen Volksfest in der Kleinstadt.

Internationale Bekanntheit hat “Phil“ übrigens durch den Kinohit „Und täglich grüßt das Murmeltier“ mit Bill Murray und Andie MacDowell erlangt.

Von RND/ap/caro

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