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Panorama Mörder von Aline K. muss lebenslang in Haft
Nachrichten Panorama Mörder von Aline K. muss lebenslang in Haft
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17:29 11.11.2016
Ein Wachmann aus München muss lebenslang in Haft, weil er seine Freundin getötet hat. Quelle: dpa
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München

Das Landgericht München I verurteilte den Lebensgefährte der 31-jährigen Aline K. am Freitag wegen Mordes. Wer eine körperlich klar unterlegene Person über mehrere Minuten mit beiden Händen würge, der handle mit „absolutem Vernichtungswillen“, sagte der Richter. „Der Angeklagte hat Aline K. heimtückisch getötet.“

Der Wachmann hatte vor Gericht zugegeben, seine Freundin im Oktober 2015 erwürgt zu haben, nachdem er herausgefunden hatte, dass sie sich in einen anderen Mann verliebt hatte. Die Leiche der Frau wurde nach wochenlanger Suche in einem Kellerschacht im Westen Münchens gefunden. „Der Angeklagte tötete seine Lebensgefährtin aus Wut und Verzweiflung“, sagte der Richter.

Angeklagter bittet um Verzeihung

Die Kammer folgte mit dem Urteil weitgehend den Forderungen der Staatsanwaltschaft, die allerdings auch noch die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert hatte. Das Gericht erkannte jedoch nicht darauf. Die Verteidigung hatte auf sieben Jahre Haft wegen Totschlags in einem minderschweren Fall plädiert.

Der Wachmann hatte die Angehörigen seiner Freundin im Prozess um Verzeihung gebeten: „Mir ist bewusst, dass ich einen Menschen getötet habe und dass ich das nicht mehr gutmachen kann.“

Vor der Tat hatte das Paar noch einen Spaziergang gemacht, sogar Sex gehabt. Als Aline auf dem Sofa eingeschlafen war, kontrollierte ihr Freund ihr Handy und fand eine Bestätigung für die von ihm bereits vermutete Beziehung mit ihrem Arbeitskollegen.

„Das Projekt ist gescheitert. Ich habe jetzt was Besseres.“ Ihre letzten Worte bezahlt Aline K. mit ihrem Leben: Als ihr Lebensgefährte diese Worte las, ging er ins Wohnzimmer, stellte seine Freundin zur Rede und erwürgte sie.

Von dpa/RND

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