Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Mindestens acht Tote im Mittelmeer vor Libyen
Nachrichten Panorama Mindestens acht Tote im Mittelmeer vor Libyen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:44 06.01.2018
Die Migrationsroute über das Mittelmeer nach Europa ist die gefährlichste der Welt. (Archivfoto) Quelle: AP
Anzeige
Rom

Die Migranten waren in einem Schlauchboot unterwegs und wurden am Morgen gesichtet, wie die Küstenwache mitteilte. An der Rettungsaktion sei auch die italienische Marine beteiligt gewesen.

Die Seenotretter der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch twitterten, bei dem Unglück seien vermutlich mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Ein Boot sei unterwegs zum Unglücksort.

Es scheine, dass nach einem Einstich die Luft aus dem Schlauchboot entwichen sei, sagte der Sprecher der Küstenwache dem italienischen Fernsehsender RaiNews24. Als die Rettungskräfte am frühen Nachmittag eingetroffen seien, hätten sich noch 20 Migranten im Boot befunden, andere seien im Wasser gewesen. Bei allen acht Toten handele es sich um Frauen, sagte Sergio Liardo weiter.

Überlebende hätten den Rettungskräften gesagt, dass beim Ablegen des Boots in Libyen ungefähr 150 Menschen an Bord gewesen seien. „Wir suchen nach möglichen Überlebenden“, sagte Liardo. Die Suche werde in der Nacht fortgesetzt.

Viele der geretteten Migranten hätten Stunden im Wasser ausgeharrt, erklärte die spanische Nichtregierungsorganisation Proactiva Open Arms, die an dem Einsatz nicht beteiligt war. Die spanische Organisation teilte mit, Dutzende Migranten würden nach dem jüngsten Unglück vermutlich nie gefunden. „Die Totenzählung für 2018 hat soeben begonnen. Traurigkeit und Verzweiflung“, twitterte der Proactiva-Gründer Oscar Camps.

Im vergangenen Jahr starben mehr als 3.000 Menschen auf der Route

Ein Sprecher der libyschen Marine sagte, das Boot der Migranten sei gekentert und in internationalen Gewässern gesunken. Es habe in Garbouli östlich der Hauptstadt Tripolis abgelegt. Mehr als 100 Menschen seien an Bord gewesen, sagte Brigadegeneral Ayoub Qassim. Der Marine hätten die Mittel gefehlt, ihnen zu Hilfe zu kommen.

Die Migrationsroute über das Mittelmeer nach Europa ist die gefährlichste der Welt. 2017 starben nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 3.000 Menschen in den Fluten.

Von RND/dpa/AP

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Warten auf Entspannung: Am Samstag blieb die Hochwasserlage in Rheinland-Pfalz und im Saarland zunächst kritisch. Vor allem an Rhein und Mosel ging es an den Pegelständen weiter nach oben.

06.01.2018
Panorama Vom Ende der Besinnlichkeit - Was sagt uns die Stille?

Ruhige Tage liegen hinter uns. Die besinnliche Zeit ging wie immer viel zu schnell vorüber. Der Stress des Alltags hat uns wieder. Aber warum nehmen wir von der angenehmen Ruhe eigentlich nichts mit ins neue Jahr? Weil wir nicht wollen? Oder weil wir nicht können?

06.01.2018

Die wiederkehrenden Nachrichten über tätliche Angriffe auf Rettungskräfte, Ärzte und Pfleger schockieren. Nun hat der Präsident der Bundesärztekammer die Politik zum Handeln aufgefordert.

06.01.2018
Anzeige