Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Lava überrollt die Big Island von Hawaii
Nachrichten Panorama Lava überrollt die Big Island von Hawaii
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:10 07.05.2018
Der Vulkanausbruch auf Hawaii hat erste Zerstörungen verursacht. Quelle: dpa
Honolulu

Der Vulkanausbruch auf Hawaii hat schwere Zerstörungen verursacht. Mindestens 26 Häuser im Wohngebiet Leilani Estates östlich des Kilauea auf Hawaiis größter Insel Big Island seien von Lavaströmen vernichtet worden, teilte die Zivilschutzbehörde mit.

Zehn Risse hätten sich mittlerweile aufgetan, durch die Lava an die Erdoberfläche treten könnte, hieß es weiter. Angaben zu Verletzten oder anderweitigen Schäden gab es zunächst nicht.

Der Vulkan Kilauea hat auf Hawaiis größter Insel großen Schaden angerichtet. Lavaströme walzten auf Big Island Straßen und Häuser nieder.

Die Eruption des Kilauea hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS am 30. April begonnen. Am Donnerstag waren durch einen ersten Riss erstmals Lava, Rauch und Asche ausgetreten. Zudem gab es mehrere Erdbeben, die leichtere Schäden an Straßen auf Big Island verursachten und vorübergehend für Stromausfälle sorgten.

Bereits am Donnerstag hatten rund 1700 Menschen im Osten von Big Island auf Geheiß der Zivilschutzbehörde ihre Häuser verlassen. Die Anordnung bleibe weiter in Kraft, hieß es am Sonntag. Anwohner könnten aber bei Tage sich nähern und nach ihren Häusern schauen, sofern es die Verhältnisse zuließen. Experten werden demnach vor Ort den Zugang kontrollieren und darüber informieren, welche Gebiete betreten werden dürfen.

Die Zivilschutzbehörde bat eindringlich Schaulustige darum, sich nicht zu nähern. Die Einwohner von Leilani brauchten jetzt Hilfe. „Es ist nicht die Zeit für Sightseeing“, hieß es.

Auf der zu den USA gehörenden Inselgruppe liegen gleich mehrere Vulkane, der Kilauea ist einer der aktivsten der Welt. Brechen die für Hawaii typischen Schildvulkane aus, kann Lava nicht nur aus dem Krater fließen, sondern auch durch unterirdische Risse an anderen Stellen an die Oberfläche treten.

Traditionell eingestellte Hawaiianer machen für den Ausbruch die Vulkangöttin Pele verantwortlich, die ihrer Überzeugung nach in Kilauea lebt. „Was soll man machen? Man kann es nicht kontrollieren. Pele ist der Boss, weißt Du?“, sagte ein Anwohner auf die Frage, wann er glaube, wieder in sein Haus in Leilani Estates zurückkehren zu können. Während einige Bewohner einen Umzug in Betracht zogen, beugten sich manche dem Naturphänomen. „Was passiert, das passiert“, erklärte ein Mann. „Und ich genieße das Leben hier, also erträgt man viele Sachen. Das (der Ausbruch) ist eine davon.“

Von RND/iro/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wenn in Stuttgart die Wasn ruft, ob im April oder zum Oktober, kommen die Menschen zu Hundertausenden auf das Festzeltgelände. Es wird vor allem eines: getrunken. Ein Abiturient hat dabei wohl die Kontrolle verloren – und übergab sich direkt in ein Polizeiauto. Jetzt folgt die rührende Entschuldigung.

07.05.2018

Die Schauspielerin Katja Riemann über ihren neuen Film „Herrliche Zeiten“, Sklaverei, Hilfsbereitschaft und den Rückzug ins Private – warum sie dafür Verständnis hat, verrät sie im Interview mit dem RND.

06.05.2018

Ein Reh ist am Sonntag im Rostocker IGA-Park in Panik geraten und mit einer Besucherin zusammengestoßen. Das Tier überlebte den Kontakt nicht, die Frau wurde verletzt.

06.05.2018