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Panorama Küken-Killer: Aufregung um gefräßigen Riesenwels
Nachrichten Panorama Küken-Killer: Aufregung um gefräßigen Riesenwels
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10:49 06.07.2018
Ein riesiger Wels, der in einem Weiher in Offenbach lebt, hat alle Fische und inzwischen auch mehrere artgeschützte Entenküken gefressen. Quelle: dpa
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Offenbach

Rundlich, einsam und in einer artfremden Umgebung sorgt derzeit ein großer Wels in einem kleinen Offenbacher Weiher für Aufregung. Seine Gesellschaft hat das rund 1,5 Meter lange Tier bis auf zwei Entenküken aufgefressen. Erst alle Fische, dann Wasservögel – weil diese artgeschützt sind, ist das Schicksal des Fisches besiegelt.

Doch davor gibt es noch den kurzen Ruhm im sogenannten Sommerloch: „Küken-Killer vom Weiher“ schreibt die „Offenbach-Post“, die „Bild“-Zeitung berichtet vom „gefräßigen Riesen-Wels“ und grausamen Szenen schräg gegenüber vom Polizeipräsidium Südosthessen. Anders als vor Jahren bei „Kuno, dem Killerwels“, der im Mönchengladbacher Volksparkweiher einen Dackel erlegt haben soll, sind Existenz und Taten des – noch namenlosen – Offenbacher Tieres zweifelsfrei belegt.

Herkunft unbekannt

Der Wels habe seit seiner ersten Sichtung 2017 alle Fische in dem Weiher im Dreieichpark vertilgt, sagte Stadtsprecherin Kerstin Holzheimer am Donnerstag. Artgenossen habe er nicht: „Er war schon immer einsam und hungrig.“ Wie das große Tier in den eigentlich viel zu kleinen Weiher in der Nähe einer Schule geraten ist, sei unklar.

Ein Wasservogel mit Nachwuchs schwimmt im Weiher. Ein riesiger Wels, der in einem Weiher im Dreieichpark lebt, hat alle Fische und inzwischen auf mehrere artgeschützte Entenküken gefressen. Quelle: dpa

Eine Theorie: Enten brachten ihn als Laich an ihren Flossen von einem anderen Gewässer mit. Damit holten sich die Vögel ihren Feind wahrscheinlich selbst ins Haus: Denn nachdem alle Fische gefressen waren, vergriff sich der Wels an den Küken von Stockenten und Teichhühnern.

Zu modrig zum Verspeisen

In dem Weiher würde der Wels langfristig verhungern, so die Stadt. Einer Versetzung in ein größeres Gewässer wie dem Main stimme das Regierungspräsidium nicht zu. „Wir müssen jetzt sehen, wie wir das Vieh da rausbringen“, so die Sprecherin. Zum Essen sei der Wels wohl zu alt – und schmecke modrig.

Von RND/dpa

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