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Panorama Konzert in Berlin: Helene Fischer widmet #wirsindmehr einen Song
Nachrichten Panorama Konzert in Berlin: Helene Fischer widmet #wirsindmehr einen Song
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07:23 05.09.2018
Schlagerstar Helene Fischer. Quelle: Britta Pedersen/dpa
Berlin

Die Schlagersängerin Helene Fischer hat sich vor ihrem ersten Nachholkonzert in Berlin zur gesellschaftlichen Spaltung in Deutschland geäußert. „Wir können und dürfen nicht ausblenden, was zur Zeit in unserem Land passiert, doch wir können zum Glück auch sehen wie groß der Zusammenhalt gleichzeitig ist – das sollte uns stolz machen“, schrieb Fischer auf Instagram und Facebook. „Musik als Zeichen der Verbundenheit und immer ist es Liebe, die gewinnt.“

B E R L I N, finally we are back!!! …voller Liebe und voller Vorfreude auf den Abend mit Euch. Lasst uns heute gemeinsam...

Gepostet von Helene Fischer am Dienstag, 4. September 2018

Auch während des Konzerts positionierte sich die Sängerin klar, wie in einem auf Twitter verbreiteten Video zu sehen ist: Sie gebe eigentlich nie politische Statements ab, denn ihre Sprache sei die Musik, sagte Fischer, um dann nachzuschieben: „Erhebt euch gemeinsam gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit. Lasst uns gemeinsam dieses Lied singen, wir brechen das Schweigen, hier in Berlin.“

Die 34 Jahre alte Sängerin äußert sich nur selten zu politischen und gesellschaftlichen Themen. Ihren Post vom Dienstag reicherte sie jedoch mit dem durch das Chemnitzer Konzert gegen Rechts bekanntgewordenen Hashtag #wirsindmehr an. Außerdem setzte sie Hashtags wie #wirbrechendasschweigen und #schreiteslaut.

Bosse: Mehr Musikstars sollten sich zu Wort melden

Am Montag hatten Musiker wie die Toten Hosen, Kraftklub und Marteria mit einem Konzert in Chemnitz ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Im Rahmen dieses „#wirsindmehr“-Konzerts hatte etwa der Songwriter Bosse gefordert, dass sich mehr erfolgreiche Musiker zu Wort melden sollten.

Die Internet-Größe und Plakatkünstlerin „Barbara“ („Hass ist krass. Liebe ist krasser“) hatte außerdem in einem tausendfach gelikten Post bei Facebook eine Art offenen Brief an Helene Fischer geschrieben, in dem sie sich wünschte, Fischer solle in Chemnitz ein Konzert gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit geben: „Die Verteidigung der freien und offenen Gesellschaft braucht ganz dringend die breite Mitte der Bevölkerung und Sie könnten diese sooo gut erreichen.“

Sehr geehrte Helene Fischer, ich persönlich würde es krass gut finden, wenn Sie im Lauf der nächsten Tage eine Lücke in...

Gepostet von Barbara. am Montag, 3. September 2018

Nach Fischers Post vom Dienstag schrieb Barbara dann ein „Danke“ und kommentierte: „Immerhin ein kleines Statement!“ Und: „Ich bin jedenfalls überzeugt davon, dass wir im Kampf gegen Nazis und für eine offene und freie Gesellschaft vor allem dann MEHR sind, wenn wir es schaffen unter anderem auch eine Brücke zwischen Punkrockern und Schlagerfuzzis und so zu schlagen.“

Von seb/RND/dpa