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Panorama Königswetter für die Royals
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17:33 19.07.2017
Willkommen in Berlin! Am Mittwoch sind die jungen Royals in Deutschland eingetroffen. Prinz George ist nach der Reise sichtlich geschafft. Quelle: AP
Berlin

Der kleine Prinz ist müde. Bei der Ankunft der Royals in Berlin verlässt George, drei Jahre alt und Dritter der britischen Thronfolge, als Erster die Maschine - wie immer in kurzen Hosen und augenscheinlich gerade aufgewacht oder schon kurz vor dem Mittagsschlaf. Er reibt sich die Augen und baumelt an der Hand seines Vaters William. Schwester Charlotte (2) sitzt zuerst auf dem Arm von Mutter Kate, dann geht die Familie Hand in Hand über den Flughafen.

Willkommen, eure Hoheiten: Am Mittwoch sind Prinz William, seine Frau Kate und die beiden Kinder Charlotte und George in Berlin angekommen.

So beginnt der erste Deutschlandbesuch von Prinz William mit Frau und Kindern - der vielleicht beliebtesten Markenbotschafter Großbritanniens in einer Zeit, in der das Land mit seinem Brexit-Votum den Europäern viel Ärger einbrockt.

Reisen ist anstrengend: Prinz George und Prinzessin Charlotte bei der Ankunft in Berlin. Quelle: dpa

Erste Station: Bundeskanzleramt, Mittagessen mit Angela Merkel (63, CDU). Es gibt Fisch und Gespräche, unter anderem über Europa, wie das Bundespresseamt angekündigt hat. Nach draußen dringt wie üblich erst mal nichts. Aus dem schwarzen Jaguar stiegen nur William und Kate, die Kinder haben erstmal frei. Aufwendige militärische Ehren gibt es nicht, das ist schließlich kein Staatsbesuch.

Es geht um Freundschaft - #Freundship ist denn auch in einer Mischung aus Englisch und Deutsch eines der Schlagwörter zu dem Besuch im Netz. Allerdings war der Trip der jungen Königshaus-Generation schon in Planung, als die Briten über ihren EU-Austritt noch gar nicht abgestimmt hatten. So oder so, schöne Bilder zu produzieren ist nun mal die wichtigste Aufgabe des britischen Königshauses, das politisch keine Macht mehr hat, aber meist im Auftrag der Regierung im Ausland unterwegs ist.

Deutsch-britische Freundschaft: die Royals mit der Bundeskanzlerin im Bundestag. Quelle: dpa

Dazu gehört natürlich ein Gang durch das deutsche Wahrzeichen Brandenburger Tor und ein Bad in der Menge. Viele Schaulustige warten in der Sommerhitze, um eine royale Hand zu schütteln und einen Schnappschuss zu ergattern.

Kate und William waren zum Plaudern aufgelegt: Minutenlang sprachen die beiden 35-Jährigen mit den Royal-Fans, ließen sich für Selfies ablichten und posierten schließlich für die Pressefotografen vor der Tor-Kulisse. Mit dabei ist Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) mit Tochter Nina (19), die später sagen wird: „Die sind genau so, wie man sie sich vorgestellt hat.“

Hunderte Menschen warteten am Brandenburger Tor auf das Paar. Quelle: AP

Die Reise der jungen Royal-Generation hat aber nicht nur glamouröse und liebliche, sondern auch ernste Momente. Vom Brandenburger Tor geht es zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Den Rundgang durch die zugehörige Ausstellung nennt Prinz William „sehr bewegend“. Die beiden sprechen intensiv mit dem Holocaust-Überlebendenden Leon Schwarzbaum, der wie Williams Großvater, Prinz Philip, 96 Jahre alt ist. Die Royals stellen viele Fragen, lassen sich Fotos zeigen. Am Vortag erst haben sie in dem bei Danzig gelegenen ehemaligen deutschen Konzentrationslager Stutthof Überlebende getroffen.

Nachdenklich: Kate und William am Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Quelle: dpa

Weiter geht es ins Plattenbauviertel Marzahn, wo Kate und William Straßenkinder treffen und Teresa Enke kennenlernen, die Witwe des Torhüters, der sich 2009 das Leben nahm. Ihre Stiftung macht auf Depressionskrankheiten aufmerksam. Routine für Royals. Einerseits - Besuche bei „Charities“, wie das in Großbritannien heißt, gehören zum Alltag. Andererseits haben vor dem 20. Todestag von Diana sowohl William als auch sein Bruder Harry öffentlich über das Trauma gesprochen, dass der Unfalltod ihrer Mutter für sie bedeutete.

Hoch die Hände: Im Kinder- und Jugendhaus Bolle trafen William und Kate Straßenkinder. Quelle: dpa

Der Royal-Tag in Berlin klang dann typisch britisch aus: Mit Tee bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue und einer späten Geburtstagsfeier für die Queen in der Residenz des britischen Botschafters. Elizabeth II. ist dieses Jahr 91 Jahre alt geworden. Ihr Enkel dürfte die Tiefe der deutsch-britischen Freundschaft gelobt haben, so ist es üblich. Nächste Station der Deutschlandreise: Heidelberg, mit einem Ruderrennen auf dem Neckar. Noch mehr schöne Bilder für Großbritanniens Image-Pflege.

Teatime: Die Royals bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau im Schloss Bellevue . Quelle: dpa
Wo sie auftauchen, begeistern sie die Massen: Prinz William und seine Ehefrau Kate besuchen mit ihren Kindern Prinz George (3) und Prinzessin Charlotte (2) Polen und Deutschland. Es ist der erste Besuch des royalen Paares in Deutschland.

Das sind die Stationen in Deutschland

Prinz William und Herzogin Kate (beide 35) besuchen erstmals gemeinsam Deutschland. Auch ihre Kinder Prinz George (3) und Prinzessin Charlotte (2) sind dabei. Die Stationen der britischen Royals – und was dabei geplant ist:

19. Juli: Berlin

Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel; Besuch von Brandenburger Tor und Holocaust-Mahnmal; Treffen mit Helfern des Vereins Straßenkinder und der Robert-Enke-Stiftung, die unter anderem auf Depressionskrankheiten aufmerksam macht; Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue; Rede von William auf einer Queen-Geburtstagsparty in der Residenz des britischen Botschafters

20. Juli: Heidelberg

Besuch des Deutschen Krebsforschungszentrums; Spaziergang durch die Altstadt; Teilnahme an einem Ruderboot-Rennen auf dem Neckar; Rückkehr nach Berlin und dort Gala-Empfang in Clärchens Ballhaus

21. Juli: Hamburg

Rundgang durch das Internationale Maritime Museum anlässlich des deutsch-britischen Wissenschaftsjahrs Meere und Ozeane; Spaziergang durch die Speicherstadt; Treffen mit den Hamburger Symphonikern in der Elbphilharmonie und Besuch eines interaktiven Konzerts für Kinder; Bootstour über die Elbe; Besuch beim Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus inklusive Blick ins Cockpit der Reihe A320

Von RND/dpa

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