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Panorama Kiss me, Darling: Von Bruder- und Papstküssen
Nachrichten Panorama Kiss me, Darling: Von Bruder- und Papstküssen
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14:11 06.07.2017
Merkel und Obama küssten sich zur Begrüßung nur flüchtig. Quelle: dpa
Hannover

Er ist gesund und trainiert alle 34 Gesichtsmuskeln. Manche Mediziner warnen aber auch davor, dass ein intensiver Kuss gefährliche Viren übertragen werden kann. Warum geküsst wird, ist in der Wissenschaft immer umstritten. Die einen gehen davon aus, dass das Küssen von der Brutpflege kommt, andere sehen eher sexuelle Wurzeln. Sicher ist: Ein Kuss ist nicht gleich ein Kuss. Es gibt welche zur Begrüßung, zum Abschied – und aus Liebe.

Bruderkuss: Berühmt ist der Kuss auf den Mund zwischen Leonid Breschnew und Erich Honecker. Die Staats- und Parteichefs von Sowjetunion und DDR demonstrierten 1979 so bei den Feierlichkeiten zum 30. Geburtstag der DDR die Verbundenheit des sozialistischen Lagers. 1989, als Michail Gorbatschow und Honecker zum 40. Jahrestag dieses traditionelle Ritual zelebrierten, stellte es sich eher als Todeskuss heraus. Denn kurz darauf brach die DDR zusammen. Breschnew und Honecker landeten als Kunstwerk und Touristenattraktion auf dem bekanntesten Mauerrest Berlins, der „East Side Gallery“.

Brüder im Geiste und verewigt auf der „East Side Gallery“: Leonid Breschnew und Erich Honecker innig vereint. Quelle: dpa

Merkel-Kuss: Nicht ganz so innig wie die sozialistischen Brüder haben sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und einige ihrer Kolleginnen und Kollegen schon so manches Mal begrüßt – mit Wangenküsschen. Beim ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama schien es ihr jedenfalls zu gefallen.

Hochzeitskuss: Als sich William und Kate im April 2011 auf dem Balkon des Buckingham Palastes in London ihren Hochzeitskuss gaben, schaute ein Millionenpublikum zu. Auch Williams Eltern Charles und Diana zelebrierten hier 1981 für die Öffentlichkeit ihren Hochzeitskuss. Ihr Glück ging allerdings ziemlich schnell wieder in die Brüche.

Seltene Szene: Prinz Charles und Lady Diana auf dem Balkon des Buckingham Palastes. Quelle: UPI

Siegerkuss: Überwältigt vom großen Erfolg küssen auch Sportler gerne mal – allerdings braucht es dafür nicht unbedingt einen passenden Partner. Boris Becker zum Beispiel, der jüngste und erste deutsche Wimbledonsieger wählte den Siegerpokal. Minutenlang drückte er die Trophäe an seine Lippen. Oder Usain Bolt: Der Jamaikaner sprintete bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking in unglaublichen 9,69 Sekunden zu Gold über 100 Meter. Er feierte seinen Triumph mit einem Schmatz auf seinen Schuh.

Den Sponsor freut das: Usain Bolt war von seinem 9,69-Sekunden-Sieg so überwältigt, dass der Schuh für den Kuss herhalten musste. Quelle: dpa

Papst-Kuss: Der im April 2005 gestorbene Papst Johannes Paul II. war wegen seiner vielen Reisen auch als „eiliger Vater“ bekannt. Wenn er ein Land zum ersten Mal besuchte, küsste er bei seiner Ankunft auf dem Flughafen meist den Boden.

Große Geste: Papst Johannes Paul II. war so viel unterwegs, dass er jedesmal den Boden küsste, wenn er aus dem Flugzeug stieg. Quelle: dpa

Judas-Kuss: Der aus der Bibel bekannte Kuss gilt als Symbol für Verrat. Der Jünger Judas Ischariot gab Jesus einen Kuss und soll ihn mit diesem vorher verabredeten Erkennungszeichen an die römischen Soldaten verraten haben.

Von dpa/RND

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