Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Killer-Seesterne bedrohen Great Barrier Reef
Nachrichten Panorama Killer-Seesterne bedrohen Great Barrier Reef
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:26 17.12.2015
Wegen einer Seestern-Invasion bangen Naturschützer um das Great Barrier Reef in Australien. Quelle: Great Barrier Reef Marine Park AuthorityArchiv

Sydney/Berlin (dpa) - Wegen einer Seestern-Plage bangen Naturschützer um das Great Barrier Reef in Australien. Aktuell würden vier bis zwölf Millionen Dornenkronenseesterne dort Korallen fressen und kahle Riffe zurücklassen.

Die Situation sei "alarmierend", teilte die Umweltstiftung WWF mit. Zur Bekämpfung spritzen Taucher bisher einzelnen Tieren Gift und entfernen diese - so kann man jedoch nur einem Bruchteil zu Leibe rücken.

Solche Plagen seien früher ein Jahrhundertereignis gewesen und häuften sich inzwischen, berichtete der WWF. Die Killer-Seesterne werden den Angaben zufolge bis zu 40 Zentimeter groß. Sie vertilgten demnach in den vergangenen 30 Jahren eine Korallenfläche, die 84 000 Fußballfeldern entspricht.

"Massenausbrüche gibt es immer wieder einmal", sagte Prof. Gert Wörheide von der Ludwig-Maximilians-Universität München am Donnerstag. Ob sie häufiger und größer seien als früher, lasse sich aber wegen fehlender Aufzeichnungen nicht unbedingt belegen. Auch die Ursachen sind ihm zufolge nicht endgültig verstanden.

Der WWF sieht als Verursacher die Landwirtschaft: Es gelange zu viel Dünger ins Meer, was das Plankton-Wachstum fördere. Davon ernähren sich Seesternlarven. Um das Riff zu retten, "muss man verhindern, dass sich die Larven explosionsartig vermehren", erklärte WWF-Meeresschutzexperte Philipp Kanstinger.

Mit verbesserter Wasserqualität und weniger Fischerei könne das Ökosystem generell widerstandsfähiger werden, schreibt ein Team um den australischen Forscher Morgan S. Pratchett in einer Studie. Das sei insbesondere nützlich, solange viele Fragen offen seien.

Das weltbekannte Great Barrier Reef entlang der Ostküste Australiens wird auch durch andere Einflüsse wie etwa Klimawandel und Stürme gefährdet. Seit 1985 ist die Korallendecke um die Hälfte geschrumpft.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dieser Dezember hat beste Aussichten, der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zu werden. Bereits jetzt sei der Monat im Mittel um 4,7 Grad zu warm, sagte Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD)in Offenbach.

17.12.2015

Vor den indonesischen Riau-Inseln sind ein Öltanker und ein Chemiefrachter zusammengestoßen. Die "Thorco Cloud", die unter der Flagge von Antigua und Barbuda fuhr und Schweröl geladen hatte, sei gesunken, berichtete die Zeitung "Straits Times".

17.12.2015

Ein Techniker ist auf einem Flughafen in Indien in die Turbine eines Flugzeugs hineingezogen worden und dabei ums Leben gekommen. Der Unfall passierte beim Rückwärts-Rangieren auf dem Inlandsflughafen in Mumbai.

17.12.2015