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Panorama Joghurt-Blaulicht und blaue Bewerber
Nachrichten Panorama Joghurt-Blaulicht und blaue Bewerber
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15:38 28.12.2016
Mit Blaulicht dem Verbrechen auf der Spur. Quelle: dpa/Symbolbild
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Stuttgart

Kuriose Fälle sorgten 2016 in den Revieren für Abwechslung im Alltagsgeschäft. Beispiele:

Tiefkühl-Terror

Um seinen Platz an der Supermarktkasse zu verteidigen, bewirft ein 61-Jähriger im Februar in Tauberbischofsheim eine andere Kundin mit Tiefkühlgemüse. Das gefrorene Päckchen trifft die 63-Jährige am Kopf, verletzt sie aber nur leicht. Der Mann war der Meinung, dass die 63-Jährige ihre Einkäufe zum Bezahlen zu dicht an seine eigenen gelegt hatte. Das dabei vom Band gefallene Gemüse-Päckchen soll die Frau dann etwas unwirsch zurückgelegt haben - was den Mann wiederum so sehr auf die Palme bringt, dass er damit nach ihr wirft. Er bekommt eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Drogen-Duft

Mehrere Beutel mit Hundekot setzt ein Mann im April der Polizei im Ortenaukreis als vermeintlichen Drogenfund vor die Nase. Der 55-Jährige hatte beobachtet, dass ein Unbekannter mehrere schwarze Plastikbeutel in einen Mülleimer warf. Der 55-Jährige habe das für eine geplante Drogenübergabe gehalten und die Beweisstücke an sich genommen. Den Beamten im Polizeirevier Achern kommt dagegen schnell ein anderer Verdacht, als der Zeuge die Tüten vor ihnen ausbreitet. Der Geruch ist zu eindeutig. Der 55-Jährige darf die Fundstücke daher zur Entsorgung wieder mitnehmen.

Joghurt-Blaulicht

Mit zwei bemalten Joghurtbechern als Blaulicht lässt sich im April ein kleiner Polizei-Fan von seiner Mutter in Leinfelden-Echterdingen den Familien-Kleinwagen umrüsten. Der zu dem Zeitpunkt knapp Fünfjährige habe eine besonders begeisterte Phase, erklärt die Mutter der echten Polizei, die das vor dem Haus der Familie stehende Auto kontrolliert. Ein Zeuge hatte es aus der Ferne gesehen, eine Straftat befürchtet und vorsichtshalber die Polizei gerufen. Über den Besuch seiner Idole habe sich der mit Polizeimütze ausgestattete Junior jedenfalls sehr gefreut, teilen die Beamten mit.

Schluchzende Sirene

Aus Liebeskummer schreit sich eine 20-Jährige im Mai in Göppingen so laut ihren Frust von der Seele, dass die Polizei anrückt. Passanten im Bereich des Bahnhofes hören in der Nacht laute Schreie und vermuten eine Straftat. Die Beamten treffen auf zwei junge Frauen, die angeben, dass ihre Freundin geschrien habe, da sich ihr Freund an ihrem Geburtstag von ihr getrennt habe. Die junge Frau selbst treffen die Beamten aber nicht an. Sie sei in einen nahegelegenen Club weitergezogen, um sich einen neuen Freund zu angeln, schrieb die Polizei.

Spinnenphobie

Aus Angst vor einer Spinne im Badezimmer traut sich eine Frau in Heidelberg im September nicht mehr in die eigene Wohnung - und alarmiert die Polizei. Den angerückten Beamten gelingt es, das Tier zu fangen und auszusetzen. Im Anschluss suchen sie die gesamte Wohnung nach weiteren Spinnen ab, da die Frau an einer Spinnenphobie leidet. Sie kehrt erst in ihre Wohnung zurück, als die Beamten Entwarnung geben.

Betrunkene Bewerberin

Zu einem Vorstellungsgespräch ungewöhnlicher Art taucht eine 25-Jährige Anfang November bei der Polizei in Göppingen auf: Gegen 3.30 Uhr fährt die Frau mit ihrem Auto an der Wache vor und sagt einem Beamten, dass sie sich bei der Polizei bewerben möchte. Leider ist sie nicht ganz nüchtern, ein Atemalkoholtest ergibt zwei Promille. Ihren Führerschein muss sie abgeben. Ob die Bewerberin weiterhin an einer Stelle interessiert ist, sei „momentan nicht bekannt“, sagt ein Polizeisprecher.

Von RND/fw/dpa

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