Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Jobcenter-Mitarbeiterin mit Salzsäure überschüttet
Nachrichten Panorama Jobcenter-Mitarbeiterin mit Salzsäure überschüttet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:25 07.11.2016
Feuerwehrfahrzeuge stehen vor der Jugendberufsagentur Hamburg-Wandsbek. Eine 46 Jahre alte Frau ist dort mit Säure überschüttet worden. Quelle: dpa
Hamburg

Im Jobcenter Hamburg-Wandsbek hat ein Mann eine Mitarbeiterin mit Salzsäure überschüttet. Die 46-Jährige habe am Montag Verletzungen im Gesicht sowie am Oberkörper erlitten, sagte ein Polizeisprecher. Lebensgefahr bestehe aber nicht. Die Feuerwehr habe sie in ein Krankenhaus gebracht. Der mutmaßliche Täter sei der Ehemann der Frau.

Paar lebte in Trennung

Der 56-Jährige wurde wenige Stunden nach der Tat von der Polizei festgenommen. Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus. Offenbar lebten die Eheleute in Trennung. Die Polizei bezeichnete die 46-Jährige als „Noch-Ehefrau“.

Bei der Flüssigkeit, mit der der Mann seine Frau übergoss, habe es sich um etwa einen halben Liter 30-prozentige Salzsäure gehandelt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Kollegen der Betroffenen hätten sehr gut reagiert und der Frau sofort die nasse Kleidung ausgezogen und ihren Körper mit Wasser abgespült. Die 46-Jährige habe Verätzungen ersten Grades erlitten, damit seien ihre Verletzungen mittelschwer. Ein Sprecher des Jobcenter team.arbeit.hamburg sagte: „Wir bedauern den Vorfall.“

Ein Notarzt habe weitere 25 Menschen untersucht, sagte der Feuerwehrsprecher. Unter ihnen war eine Frau, die die Retter mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus brachten.

Tat im Kundenbereich des Jobcenters verübt

Eine andere Frau, die über Reizungen der Atemwege klagte, kam ebenfalls vorsorglich in die Klinik. Die Säure dampfe aus, die Dämpfe könnten Menschen schädigen, erklärte der Sprecher. Vor dem Gebäude waren zwei Feuerwehrleute in Schutzkleidung zu sehen.

Die Tat wurde den Angaben zufolge in einem Kundenbereich des Jobcenters verübt. Die Etage wurde zunächst gesperrt. Nach Abschluss der Spurensicherung durch die Polizei sollte eine Spezialfirma die Reste der ätzenden Flüssigkeit entfernen.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!