Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Japan fängt wieder Wale
Nachrichten Panorama Japan fängt wieder Wale
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:25 05.09.2016
Ein Zwergwal gleitet durch das blaue Wasser des Meeres. Japans Walfänger jagen wieder Zwergwale vor der nördlichen Küste des Inselreichs. Bis zu 51 Tiere sollen bis Oktober 2016 gefangen werden. Quelle: dpa/Archiv
Anzeige
Tokio

Der Küstenwalfang - zu vorgeblich wissenschaftlichen Zwecken - ist Teil der jährlichen Jagd im Pazifik. Durch Untersuchungen des Mageninneren der Meeressäuger soll der Einfluss der Wale auf die Küstenfischerei untersucht werden.

In der vergangenen Jagdsaison hatten Japans Walfänger 19 statt der erhofften 51 Zwergwale getötet. Das war die bisher geringste Ausbeute gewesen, seit dort im Jahr 2003 Wale zu angeblich "wissenschaftlichen Zwecken" gejagt werden. Internationale Walschützer üben immer wieder scharfe Kritik am Verhalten Japans. Dessen Walfänger waren erst im März mit 333 getöteten Zwergwalen aus der Antarktis zurückgekehrt. Zwergwale gehören trotz ihrer relativ geringen Größe - sie werden nur bis zu zehn Meter lang - zu den Großwalen.

Ursprünglich hatte Japan rund 1000 Zwergwale töten wollen, die Quote nach einer vom Internationalen Gerichtshof 2014 verfügten Aussetzung der Jagd jedoch um zwei Drittel reduziert. Der Gerichtshof hatte die Aussetzung damit begründet, dass das Forschungsprogramm keinem wissenschaftlichem Zweck gedient habe.

Mit der Wiederaufnahme des Forschungswalfangs nach dem erzwungenem Stopp verfolgt Japan das Ziel, die kommerzielle Jagd auf Großwale wieder zuzulassen. Sie ist seit 1986 verboten. Die Regierung des ostasiatischen Landes beruft sich stets auf eine Ausnahmeregelung in der Konvention der Internationalen Walfangkommission (IWC), wonach Wale zu Forschungszwecken getötet werden dürfen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Verkauf von Wetterpatenschaften für Hoch- und Tiefdruckgebiete für 2017 beginnt. Ab Mittwoch (7. September, 0.00 Uhr) können Bürger bei der Aktion "Wetterpate" wieder Namen für Druckgebiete wählen, wie der Meteorologe Thomas Dümmel der Deutschen Presse-Agentur sagte.

05.09.2016

Sonntagnachmittag im Schwimmbad: Plötzlich tritt Chlorgas aus, Kinder husten. Die Feuerwehr räumt das Bad, einige der jungen Badegäste kommen ins Krankenhaus.

05.09.2016

Wenn Jugendliche ohne Smartphone oder Computer unruhig werden, könnten das Anzeichen einer Sucht sein. Anders als bei Cannabis oder Alkohol fehlten frühe Warnzeichen, mahnt ein Forscher.

05.09.2016
Anzeige