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Panorama Jäger-Verband stößt mit „nachhaltigem Pelz“ auf Kritik bei Tierschützern
Nachrichten Panorama Jäger-Verband stößt mit „nachhaltigem Pelz“ auf Kritik bei Tierschützern
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10:32 20.12.2018
Schleswig-Holsteins Landesjagdverband macht sich für eine Initiative stark, die „nachhaltigen“ Pelz produziert. Quelle: Daniel Reinhardt/dpa
Kiel

„So kann das Pelztragen von unserer Gesellschaft wieder akzeptiert werden.“ - Der oberste Jäger Schleswig-Holsteins, Wolfgang Heins, macht sich stark für die Initiative „Fellwechsel“, die sich der „nachhaltigen“ Nutzung von Wildbälgen verschrieben hat, wie die „Kieler Nachrichten“ berichten.

Label „We prefur“

Die Felle verarbeitet die Initiative zum Teil selbst weiter, zum Teil werden sie an Kürschner weitergegeben, die unter dem Label „We prefur“ Pelzprodukte aus der heimischen Jagd herstellen.

Win-Win-Situation für Jäger und Pelz-Liebhaber

Wolfgang Heins vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein aber sieht in Fellwechsel nicht nur eine Innovation, sondern eine Win-Win-Situation für Jäger, Kürschner, und Pelz-Liebhaber. „Es geht darum, Raubwild, das ohnehin gejagt wird, auch einer größeren Inwertsetzung zuzuführen“, erklärt Heins.

Pelztragen ohne Geschmäckle?

Damit bringe man ein Konzept auf den Markt, das eine Konkurrenz zu den Zuchtfarmen darstelle. „Solche Farmen sind verpönt bei den Menschen. Dort werden Tiere aufgezogen, nur um sie später allein für ihr Fell wieder zu erlegen.“ Daher, so Heins, hätten Pelz-Produkte solcher Herkunft ein „Geschmäckle“. Das falle bei den Produkten mit Fell aus der Jagdbeute weg. Denn hier werde kein Tier für sein Pelz getötet, es ist ja schon tot. Die Menschen könnten wieder mit „gutem Gewissen“ Pelz tragen.

Peta: Pelz ist niemals ethisch

Die Tierschutzorganisation Peta spricht von einem „blutigen Modetrend“: „Pelz besteht aus dem Fell eines getöteten Tieres und ist daher niemals ethisch“, sagte Peta-Referentin Johanna Fuoß. Und unabhängig davon woher das Pelz kommt: „Das Tragen von Pelz vermittelt anderen Menschen, dass es in Ordnung ist, Tiere für ihr Fell zu töten“, so Fuoß. Zudem sei seine Herstellung schlecht für die Umwelt.

Von RND/Alev Doğan

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