Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Islamist greift Polizistin an - 41-Jähriger in Berlin erschossen
Nachrichten Panorama Islamist greift Polizistin an - 41-Jähriger in Berlin erschossen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:14 17.09.2015
Heerstraße, Berlin-Spandau: Nach einer Messerattacke haben Polizisten einen Mann erschossen. Quelle: Julian Stähle
Berlin

Ein polizeibekannter Islamist hat in Berlin eine Polizistin mit einem Messer attackiert und ist dann erschossen worden. Der 41-jährige Iraker war wegen Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe verurteilt, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der in der Hauptstadt wohnende Mann stand demnach unter Führungsaufsicht und musste eine elektronische Fußfessel tragen, die er sich aber am Morgen entfernt hatte. Er sei bereits 2008 vom Oberlandesgericht Stuttgart verurteilt worden, sagte Oberstaatsanwalt Dirk Feuerberg. Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" handelt es sich um Rafik Y., den Chefplaner eines vereitelten Anschlags auf den damaligen irakischen Ministerpräsidenten Ijad Allawi in Berlin im Jahr 2004.

Feuerberg sagte, es sei zu früh zu sagen, ob die Tat terroristisch motiviert und es ein vorbereiteter Anschlag gewesen sei. Die Wohnung des Mannes werde durchsucht und auf Hinweise zu Terrorplänen überprüft.

Um 9.48 Uhr war bei der Polizei ein Notruf aus dem Stadtteil Spandau eingegangen. Passanten hatten beobachtet, wie ein Mann mit einem Messer Menschen bedrohte. Vier Streifenwagen erreichten den Tatort kurz danach, wie der Sprecher sagte. Als die ersten beiden Polizisten ausstiegen und sich dem Mann näherten, habe dieser sie mit dem Messer angegriffen. Daraufhin seien mehrere Schüsse abgegeben worden.

Nach Medieninformationen stach der Täter der 44-jährigen Polizistin unterhalb der Schutzweste in den Bauch. Der 30-jährige Kollege der verletzten Frau schoss mehrmals auf den Angreifer. Dabei gab es auch einen Durchschuss, nach dem die Kugel noch die Polizistin traf.

Der Angreifer starb trotz Wiederbelebungsversuchen in einem Rettungswagen. Die schwer verletzte Polizistin wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) sprach von einem "dramatischen Vorfall" und fügte am Nachmittag hinzu: "Im Moment drehen sich meine Gedanken ausschließlich darum, dass eine Polizistin im Einsatz schwer verletzt worden ist. Ich hoffe, dass sie wieder gesund wird, und wünsche ihr dafür alle Kraft."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Knapp zehn Monate nach einer Geiselnahme in einem ICE hat das Berliner Kammergericht einen Mann aus Baden-Württemberg zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren verurteilt.

17.09.2015

Til Schweiger hat schon viel zum Thema Flüchtlinge gesagt. Damit hat er sich nicht nur Freunde gemacht. Jetzt stellt er seine neue Stiftung vor. Dazu kommt eine Reihe prominenter Unterstützer.

17.09.2015

Rund 40 000 Patienten beschweren sich jedes Jahr über echte oder vermeintliche Behandlungsfehler. Die Kliniken tun einiges, um die Risiken zu verkleinern - doch tun sie genug?

17.09.2015