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Panorama „Irma“ trifft Kuba – USA ruft Millionen zur Evakuierung auf
Nachrichten Panorama „Irma“ trifft Kuba – USA ruft Millionen zur Evakuierung auf
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11:32 09.09.2017
Quelle: imago/UPI Photo
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Florida

Vor dem Eintreffen des Hurrikans „Irma“ in Florida haben US-Behördenmitarbeiter 5,6 Millionen Menschen aufgerufen, an Evakuierungen aus Gemeinden und Städten teilzunehmen. Das entspricht mehr als einem Viertel der gesamten Bewohnerzahl des Staates. Freitagabend sei die letzte gute Möglichkeit zur vorläufigen Flucht aus den Küstengebieten, warnte Floridas Gouverneur Rick Scott. Wer nicht gehe, müsse auf eigenes Risiko aus dem extrem gefährlichen Sturm herauskommen.

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Plünderungen und Chaos: Am Tag nachdem Hurrikan „Irma“ auf St. Martin in der Karibik wütete, ist die Lage katastrophal. Am Freitag bereitete sich Kuba auf die zerstörerische Wucht des Tropensturms vor und den Menschen in Florida bleibt offenbar nur noch die Flucht.

Auf den Schnellstraßen Richtung Norden reihte sich Auto an Auto. Menschen versuchten, bei Verwandten oder in Hotels in Atlanta, Montgomery und Nashville unterzukommen. Für dennoch vor Ort ausharrende Menschen öffneten die Behörden Hunderte Zufluchtsstätten.

An der Küste von Georgia forderten die Behörden 540 000 Menschen auf, ihre Wohnungen zu verlassen. Das US-Hurrikanzentrum stufte „Irma“ am Freitagabend erneut hoch auf einen Sturm der Kategorie fünf, nachdem zuvor zeitweise die Rede von Stufe vier war.

In der Karibik kostete „Irma“ mindestens 22 Menschen das Leben

Mit Windgeschwindigkeiten von 260 Kilometern pro Stunde erreichte „Irma“ am späten Freitag den kubanischen Camagüey-Archipel und war noch 485 Kilometer von Miami entfernt. Land erreichte ebenfalls Wirbelsturm „Katia“ an der mexikanischen Golfküste. Hurrikan „Jose“, nahezu ein Sturm der Kategorie fünf, wütete weiter in der Karibik.

Wissenschaftler verzeichneten am Freitag die höchste Hurrikan-Aktivität im Atlantischen Ozean seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der Wert der sogenannten Hurrikantätigkeit ACE habe bei 16 gelegen, sagte Wirbelsturmexperte Phil Klotzbach von der Universität von Colorado. Der bisherige Rekord in der Region stammte vom 11. September 1961, als der Tageswert bei 14,3 lag. Bei den Berechnungen werden die Windgeschwindigkeiten eines Sturms und deren Dauer kombiniert.

In der Karibik kostete „Irma“ mindestens 22 Menschen das Leben. Tausende waren nach der Zerstörung von Wohnhäusern zunächst obdachlos. Der Infrastrukturminister der Turks- und Caicosinseln, Gold Ray Ewing, rechnete mit Schäden in Höhe von mindestens auf 500 Millionen Dollar.

„Irma“ trifft in Kuba auf Land

Das Zentrum von Hurrikan „Irma“ ist über den zu Kuba gehörenden Camagüey-Archipel gezogen. Dies bestätigte das US-Hurrikanzentrum in Miami am Samstagmorgen (Ortszeit). Das Archipel liegt vor der Nordküste Kubas. Eine Wetterstation auf den Inseln maß Windgeschwindigkeiten von 200 Kilometern in der Stunde, bevor sie vom Hurrikan zerstört wurde, meldete die kubanische Wetterwarte.

Tausende Menschen wurden in Notunterkünfte in Schulen gebracht. Die kubanische Regierung rief eine Hurrikan-Warnung für die Provinzen Matanzas, Camagüey, Ciego de Ávila, Sancti Spiritus und Villa Clara aus. Berichte über Schäden oder Opfer lagen noch nicht vor.

In Antigua und Barbuda erklärten Vertreter der Polizei, es brauche keine große Wissenschaft, um zu erkennen, dass es weitere Schäden geben werde. Viele Bewohner, die bereits durch „Irma“ geschädigt wurden, flohen aus Angst vor dem herannahenden „Jose“ auf Fähren und Fischerbooten.

Für Florida warnte das US-Hurrikanzentrum indes, Bewohner sollten sich von augenscheinlichen Bewegungen des Wirbelsturms weg von der Ostküste nicht in die Irre führen lassen. „Das ist ein Sturm, der Sie töten wird, wenn Sie nicht aus dem Weg gehen“, sagte der Sprecher des Zentrums, Dennis Feltgen. Das Auge des Hurrikans sei sehr groß und werde die gesamte floridianische Halbinsel erfassen. „Jeder wird ihn spüren“, sagte Feltgen in Anbetracht der Stärke des herannahenden Hurrikans.

Von RND/dpa

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