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Panorama Höhlendrama: Rettung der Jugendlichen könnte sich hinziehen
Nachrichten Panorama Höhlendrama: Rettung der Jugendlichen könnte sich hinziehen
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22:05 03.07.2018
Rettungskräfte an der Höhle in Thailand. Quelle: EPA
Chiang Rai

Die seit zehn Tagen in einer Höhle in Thailand eingeschlossenen Jugendfußballer und ihr Trainer müssen unbestimmte Zeit auf ihre Rettung warten. Es werde am Dienstag noch nicht möglich sein, die zwölf Jungen und ihren Coach zu bergen, sagte der Gouverneur der Provinz Chiang Rai, Narongsak Osotthanakorn. Dies sei das Einzige, was er bestätigen könne. Zugleich wies er Medienberichte zurück, wonach die Rettung mehrere Monate dauern könnte.

Eingesperrte Jugendliche sind gesundheitlich stabil

Britische Taucher hatten die Jungen im Alter von elf bis 16 Jahren und ihren Trainer am Montag im Innern der Höhle mehr als drei Kilometer vom Haupteingang entfernt entdeckt. Die meisten von ihnen hätten leichtere Gesundheitsprobleme, hieß es. Ihnen seien Medikamente und Energiedrinks gegeben worden, ein Arzt blieb bei der Gruppe. Osatanakorn sprach von einem Gesundheitsstufenmaß von grün bis gelb. „Vielleicht haben einige Jungs Verletzungen oder leichte Verletzungen und würden als gelb eingestuft. Aber keiner ist bei rot.“

Die in der Höhle eingeschlossenen Jugendfußballer. Quelle: AP

Am Dienstag veröffentlichtes Videomaterial der Marine zeigte, wie die Jungen still in der Höhle sitzen. „Ihr seid sehr stark“, sagte ein Retter auf Englisch. Ein Junge erblickte eine Kamera und sagte auf Thai: „Oh, sie wollen ein Foto machen. Sag ihnen, wir sind hungrig. Ich hatte nichts zu essen.“ Im einfachen Englisch rief er danach „Essen, essen, essen“.

Lebensmittel und Medikamente für vier Monate in Höhle gebracht

Nun wird nach Wegen gesucht, die 13 aus der immer noch von Regenwasser teilweise gefluteten Höhle herauszuholen. Die BBC meldete unter Berufung auf das Militär, mindestens für vier Monate ausreichende Lebensmittel- und Medikamentenvorräte würden in die Höhle transportiert. Es sei möglich, dass die Kinder und ihr Betreuer dort so lange ausharren müssten. Falls sie zuvor befreit werden sollten, müssten sie grundlegende Tauchkenntnisse erwerben.

Ein führender amerikanischer Höhlenrettungsexperte war der Ansicht, die Rettungskräfte hätten noch einige Herausforderungen vor sich, ehe die Vermissten in Sicherheit seien. Das Problem sei das Wasser, durch das Laien nicht einfach so hindurchtauchen könnten.

Von RND/dpa/AP