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Panorama So erfindet sich die Hanse neu
Nachrichten Panorama So erfindet sich die Hanse neu
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21:07 15.06.2018
Die Altstadt von Rostock an der Warnow mit der Marienkirche. Rostock feiert in diesem Jahr seinen 800. Stadtgeburtstag. Höhepunkt der Feierlichkeiten wird der 28. Internationale Hansetag. Quelle: dpa
Lübeck

Die neue Hanse hat es eilig. Mit schnellen Schritten hetzt Inger Harlevi durch den Stockholmer Flughafen Arlanda, vorbei an Geschäften, Anzeigetafeln, Rolltreppen. Eine agile Frau von 69 Jahren, kurzes graues Haar, deren sonst stets freundliches Lächeln jetzt einem gestressten Blick gewichen ist. Der Anschlussflug nach Visby wartet schon, den muss sie unbedingt bekommen, der Zeitplan ist eng.

Es ist der erste Juni-Freitag, Nachmittag, Inger Harlevi kommt gerade aus Luxemburg, vom Treffen mit den Botschaftern des Europarats, es ging um die europäischen Kulturrouten. “Die Hanse steht da auf Platz zwei, gleich hinter dem Jakobsweg“, sagt sie stolz, die Anerkennung als Kulturroute ist ein gewaltiger Erfolg. Inger Harlevi hat den Botschaftern dann noch Tüten mit Hanse-Waren mitgegeben, Marzipan aus Lübeck, Tee aus Visby und so weiter, dazu ein paar Broschüren. Eigentlich, sagt Inger Harlevi, sei das nicht mehr nötig, “wir sind ja wieder sehr bekannt“. Aber schaden wird es auch nicht, und Inger Harlevi, die schwedische Tourismus-Unternehmerin, mag es nicht, sich auf Erfolgen auszuruhen.

Sie wird nun kurz zu Hause sein, in Visby auf Gotland. Am nächsten Tag geht es weiter nach Uppsala, zur Einführung des Bischofs. Die neue Hanse reist nicht weniger als die alte. Sie nimmt das Flugzeug statt der Kogge, eilt zu Terminal 4 statt zum alten Hafen. Aber im Grunde geht es sogar wieder um die gleichen Themen. Um Geld, Glanz, Gäste und ein Bündnis über Grenzen hinweg.

Mehr als bloße Folklore

“Mama Hanse“, sagt Inger Harlevi lächelnd, “so hat mich eine Zeitung in Nowgorod 2009 zum ersten Mal genannt – seitdem heiße ich so.“ Das ist einerseits ziemlich übertrieben. Die Hanse der Neuzeit, 1980 in Zwolle gegründet, das sind inzwischen wieder 190 Städte in 16 Ländern, und überall hat sie Förderer, Unterstützer.

Aber andererseits ist es doch auch passend. Schließlich ist sie die stellvertretende Präsidentin der neuen Hanse, und dass der Städtebund zuletzt so gewachsen ist und auf dem Hansetag in Rostock am nächsten Wochenende schon wieder zwei Städte dazukommen, Rijssen-Holten in Holland und Wyschnij Wolotschok in Russland, liegt auch an ihr, der scheinbar nimmermüden Reisenden.

Die Hanse also. Dabei sah es doch lange so aus, als sei die Hanse nicht mehr als ein zusätzliches H auf dem Nummernschild. Und ausgerechnet dieses vor gut 300 Jahren untergegangene Kaufmannsbündnis, das im Mittelalter den Handel im Ostseeraum dominierte, wird nun wieder zum Hoffnungsträger? Zum Namensgeber einer neuen Gemeinschaft? Kann das mehr sein als bloße Folklore? Ein verzweifelter Zusammenschluss der einstmals Reichen und doch längst Verarmten?

“Mama Hanse“: Inger Harlevi (Mitte) auf der Mittelalterwoche in Visby. Die Stadt auf Gotland war ein Zentrum der Hanse. Quelle: BoGöran Kristoffersson

Was steckt dahinter, wenn Tausende Delegierte aus 16 Ländern zusammenkommen und so tun, als könnten sie den alten Glanz und die alte Macht doch wieder beschwören? Die Hanse lebt also. Sie boomt sogar – oder erlebt doch zumindest seit einigen Jahren eine bemerkenswerte Renaissance. Das sagt nicht nur Inger Harlevi.

Das sagt zum Beispiel auch Jan Lindenau, der Bürgermeister von Lübeck, der damit zugleich Vormann der neuen Hanse ist, also der Chef. Oder Olga Popova aus Welikij Nowgorod in Russland. Oder auch der Tischlermeister Herbert Dieckmann aus dem armen Schwerte in Westfalen, und natürlich Bernd Schulze, der Bürgermeister aus dem mindestens genauso armen Werben an der Elbe, der kleinsten Hansestadt Deutschlands.

So ganz vergessen hatten es auch die Werbener nie, dass sie eine Hansestadt waren. “Aber nach der Wende haben sie das auch irgendwann richtig wieder eingefordert“, sagt Schulze. Die Hanse und ihre Traditionen waren nicht nur in Werben nach außen wie tot. Aber zumindest die Sehnsucht nach der Hanse blieb lebendig.

Am Anfang stand ein Zusammenbruch

Am Anfang der Hanse-Renaissance stand ein Zusammenbruch: das Ende der Sowjetunion und des Ostblocks. Nach der Öffnung der Grenzen orientierten sich viele Städte neu, suchten nach einer Identität – und besannen sich auf eine lange Tradition. Der gesamte Ostseeraum rückte nun wieder in den Blick der Menschen, Städtepartnerschaften wurden gegründet oder wiederbelebt, und immer mehr Städte aus dem Baltikum, aus Polen und auch Russland klopften erst zaghaft, dann immer entschlossener beim Hanse-Büro in Lübeck an.

Es war auch das, was Jan Lindenau von der Hanse überzeugte. Lindenau, gelernter Bankkaufmann, 39 Jahre alt, kurzes Haar, schwarzrandige Brille, ist erst seit Anfang Mai Bürgermeister von Lübeck, der jüngste, den die Stadt je hatte – und somit auch noch neu im Amt des Hanse-Vormanns. Seine Geschichte mit der Hanse ist allerdings weit älter. “22 Jahre“, sagt er.

Damals, 1996, begann Jan Lindenaus Weg in die Politik. 17 war er damals, und sein Eintritt in die SPD war auch seine Konsequenz aus dem Brandanschlag in Lübeck im Januar jenes Jahres. Zehn Menschen starben damals, als das Asylbewerberheim in der Hafenstraße in Flammen aufging. Bis heute ist die Tat nicht aufgeklärt.

“Faszinierend, wie die Menschen unabhängig von jeder politischen Distanz die Treffen pflegen“: Lübecks Bürgermeiter Jan Lindenau ist zugleich Vormann der Hanse. Quelle: dpa

Für Jan Lindenau aber war klar, dass er etwas tun wollte, was Menschen einander näherbrächte, statt neue Grenzen zu errichten. Als im Jugendparlament junge Menschen für eine neue Hanse-Jugendkooperation gesucht wurden, war Lindenau dabei. Zwei Jahre später gründete er in Visby, Inger Harlevis Heimatstadt, die Jugendhanse mit. Was ihn damals antrieb, begeistert ihn, so schildert er es, noch heute: “Es ist faszinierend, wie die Menschen unabhängig von jeder politischen Distanz die Treffen in den Hansestädten pflegen“, sagt Jan Lindenau.

Wenn Jan Lindenau aus seinem Büro tritt, stößt er auf die Gemälde seiner Vorgänger, 65 Porträts Lübecker Bürgermeister, viele von ihnen auch Protagonisten der Hanse. Ein paar Schritte den Flur hinunter befand sich der Hansesaal, in dem früher die Hansetage abgehalten wurden. Lübeck ist die Hauptstadt der Hanse, die Hanse ist hier auch heute allgegenwärtig. Es gibt hier das eindrucksvolle Europäische Hansemuseum, die Hanse gehört zum Selbstverständnis der Stadt. Das war in Welikij Nowgorod zu Beginn der Neunzigerjahre völlig anders, erinnert sich Olga Popova.

“Früher haben die Bürger nicht viel über die Hanse gewusst“, gibt die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt im Nordwesten Russlands, knapp 200 Kilometer von Sankt Petersburg entfernt, zu. Die Unkenntnis war staatliches Programm: Dass Nowgorod, die älteste Stadt Russlands, im Mittelalter ein wichtiger Partner der Hanse war, mit einem der größten Hansekontore Europas, das war zu Sowjetzeiten allenfalls ein Randaspekt der Geschichte. Nichts, worauf man stolz war.

Die erste russische Stadt in der Neuzeit-Hanse

Das änderte sich 1993 jedoch schlagartig: Damals war Welikij Nowgorod die erste russische Stadt, die der Neuzeit-Hanse beitrat. Es war die Möglichkeit, auf eigene Faust eine Anbindung an den Westen zu bekommen. “Das Wichtigste war uns, dass die einfachen Leute einander kennenlernen konnten“, betont Popova. “Ob von Handwerkern oder Musikgruppen, wir wollten Begegnungen ermöglichen.“

Und nicht nur nebenbei war der Hanse-Beitritt auch ein effizientes Restaurierungs- und Tourismus-Förderprogramm. Ein Jahr zuvor, 1992, hatte die Unesco die Nikolaus-Kathedrale als Weltkulturerbe anerkannt. Doch weil Nowgorod zu arm war, um die aufwendige Restaurierung zu bezahlen, spendeten Hanse-Bürger aus den damals schon mehr 100 Hansestädten für den Erhalt.

Seitdem fördert die Stadt das Hanse-Wissen mit einem gezielten Programm: “Vor den Hansewochen bieten wir in den Schulen und Bibliotheken besondere Unterrichtseinheiten und Vorträge an“, sagt Popova. Als ebenfalls erste russische Stadt veranstaltete Welikij Nowgorod 2009 den internationalen Hansetag – der Lohn waren 500 000 Gäste in der Stadt, fast doppelt so viele Touristen wie sonst in einem ganzen Jahr. Ein Kraftakt für die Stadt mit ihren rund 220 000 Einwohnern und den leeren Kassen.

Auch Welikij Nowgorod in Russland gehört seit 1993 wieder zur Hanse. Quelle: iStock

“Bei der Organisation hat uns Tallinn sehr geholfen“, betont Popova. Ausgerechnet Tallinn, könnte man auch sagen, schließlich ist das Verhältnis zwischen Russland und den baltischen Staaten äußerst gespannt. Womit sich die Staaten schwertun, scheint aber auf der Ebene der Hansestädte bestens zu funktionieren, allen Sanktionen, Drohungen und Befürchtungen zum Trotz.

Ob sie irgendwelche Einschränkungen spüren? Gelegentliche Hinweise, sich statt Richtung Westen lieber woandershin zu orientieren? Nein, beteuert Olga Popova, “wir erhalten von allen Stellen große Unterstützung“. 2010 hat Nowgorod den Hanse-Gedanken sogar noch breiter in Russland gestreut – und ein Bündnis aus mittlerweile 14 russischen Hansestädten gegründet.

Die Hanse war immer auch ein Modell des möglichst friedlichen Zusammenlebens, des Austauschs – das ist sie heute wieder, und offenbar sogar auf ziemlich erfolgreiche Art. Ein mittelalterliches Kaufmannsnetzwerk als Vorbild für grenzüberschreitende Verständigung im Jahr 2018.

“Wir wollten ja nicht ausgelacht werden“

Besonders sichtbar wird das immer einmal im Jahr, bei den Hansetagen. Jedes Jahr ist eine andere Stadt in einem anderen Land dran, die Hansetage sind eine Mischung aus Volksfest, Kulturevent und Mittelalterspektakel mit Hunderttausenden Gästen. Die besonders aktiven Städte, heißt es, erkenne man immer daran, dass aus ihnen nicht nur die Bürgermeister, sondern Busse voller Bürger anreisen. Einer dieser Bürger ist Herbert Dieckmann.

Dieckmann ist 76 Jahre alt, Tischlermeister aus Schwerte in Westfalen, und dass er mal die Nachfolge der Schwerter Kaufleute aus dem Mittelalter antreten würde, das hatte er sich lange Zeit auch nicht vorgestellt. Aber als 2002 der Rat beschloss, dass die Stadt wieder der Hanse beitreten solle, und als er gleichzeitig zur Auflage machte, dass dieses Engagement die klamme Stadt aber nichts kosten dürfe, da zögerte Dieckmann auch nicht, als man jemanden brauchte, der sich in Schwerte nun, bildlich gesprochen, den Hanse-Hut aufsetzt.

Die Hanse selbst verlangt ohnehin keinen Mitgliedsbeitrag. “Ich habe da aus Liebe zur Stadt zugesagt“, sagt Dieckmann. Und weil er wollte, dass sich Schwerte als Hansestadt nicht blamiert. “Wir wollten ja nicht ausgelacht werden, wenn wir künftig als Hansestadt daherkommen.“

Die Karte zeigt die Ausdehnung der Hanse im 14. Jahrhundert. Quelle: Wikipedia - gemeinfrei

Dieckmann und seine Mitstreiter gründeten einen Hanseverein, veranstalteten den westfälischen Hansetag, bitten zum großen “Pannekaukenfest“ nach Schwerte und bauen Jahr für Jahr ihren Stand, einen selbst gezimmerten Nachbau des Schwerter Rathauses, auf den Hansetagen in ganz Europa auf. Es gibt hier sogar einen Jugendableger, die Jugendhanse, Schwerte gilt als eine der aktivsten Städte innerhalb der Hanse.

Und: Hat es der Stadt etwas gebracht? Mit einer Antwort ist Herbert Dieckmann vorsichtig. “Man kann das nicht in Euro und Cent ausrechnen“, sagt er. Liegt es an der Neugier auf die Hanse, dass jetzt mehr Touristen nach Schwerte kommen? Oder doch eher am neuen Ruhrtal-Radweg, der durch die Stadt führt? Hat es mit den Kontakten durch die Wirtschaftshanse zu tun, dass die Stadt Chancen hat, der finanziellen Entmündigung als “Haushaltssicherungskommune“ zu entkommen? Zu einer Hansestadt passt es natürlich schlecht, dass sich auch Schwerte jeden Haushalt genehmigen lassen muss. Aber so läuft es eben bislang.

Ohnehin leiden viele der einst großen Kommunen heute unter großen Problemen, fast überall sind die Kassen leer, auch in Werben an der Elbe. Früher handelten die Werbener Kaufleute mit Hamburg, fuhren ihr Korn elbabwärts in die Metropole. Das machte das Städtchen reich.

Ein großes europäisches Projekt

Fragt man den Bürgermeister Bernd Schulze heute, wie es Werben geht, atmet er erst mal tief und sorgenvoll ein. Also, das letzte größere Unternehmen habe in den Neunzigern geschlossen, von früher zweieinhalbtausend Einwohnern seien noch 1150 geblieben, ohne Eingemeindungen sogar nur 650. Genau 27 Prozent sind Senioren, “und an unserem Anleger“, sagt Schulze, “hat das letzte Schiff vor zwölf Jahren festgemacht“.

Es steht nicht gut um Werben, eine der kleinsten Städte Deutschlands. Resignieren will Schulze dennoch nicht. Demnächst sollen Sportboote in Werben anlegen können, dann werde sich schon herumsprechen, wie schön Werben ist. Und dann ist da ja noch die Tradition: “Wenn schon vom Glanz von früher nichts mehr da ist, dann doch wenigstens der Titel.“ Die Hanse als kleiner Trost.

Es ist ein Bündnis der Ungleichen, das sich in der Hanse zusammengefunden hat. Nach Gotland, erzählt Inger Harlevi, kommen jetzt 300 000 Touristen pro Jahr, 50 Prozent mehr als noch in den Neunzigerjahren. Für sie ist die Hanse ein großes europäisches Projekt: “Ich bin überzeugte Europäerin“, sagt sie, und das sei doch jetzt, wo Europa durch Brexit und Populismus bedroht ist, umso wichtiger. Für Inger Harlevi also ist die Hanse auch heute noch ein Projekt, das sich auf jeden Fall auszahlt, so oder so.

Rostock feiert Stadt und Hanse

Rostock richtet den Hansetag zum ersten Mal seit mehr als 600 Jahren aus. Anlass ist der 800. Stadtgeburtstag. Quelle: iStockphoto

Es gab Streit. Ausgerechnet zwischen dem damals so mächtigen Lübeck, dem Oberhaupt des Hansebundes, und der aufstrebenden Hansestadt Rostock. Vermutlich ging es um Lübecks Feldzug gegen Dänenkönig Erik. Genau lässt sich das heute nicht mehr nachvollziehen. Aber weil Streit nun mal schlecht für den Handel ist, trafen sich Rostock und Lübeck im Jahr 1256 in Wismar zu Verhandlungen – zum ersten Hansetag. Mehr als 200 solche Treffen sollten folgen.

In diesem Jahr nun ist Rostock Gastgeber für den Städtebund. Mehr als 2000 Vertreter aus 16 Nationen und 120 Hansestädten werden vom 21. bis 24. Juni an der Warnow erwartet. Rostock richtet den Hansetag zum ersten Mal seit mehr als 600 Jahren aus. Anlass ist der 800. Stadtgeburtstag.

Das Motto der Feier lautet “Einfach handeln!“. Das passt zur Geschichte der Hansetage: Konflikte mit Worten statt mit Waffen lösen, Menschen zusammenbringen, Handel ermöglichen – darum ging es bei den Treffen. Doch während einst reiche Kaufleute und Ratsherren zusammensaßen, sollen bei den Hansetagen der Neuzeit alle Menschen aus den Hansestädten feiern. Der Hansetag ist ein großes Volksfest.

Blick zurück: Zum Hansetag werden historische Schiffe wie die “Lisa von Lübeck“ in Rostock erwartet. Quelle: Zimmermann

Am alten Stadthafen, in dem einst die Koggen festmachten, und rund um den historischen Neuen Markt feiert Rostock mit seinen Gästen: Mit historischen Schiffen werden Waren aus den Nachbarstädten geliefert – Salz aus Lüneburg zum Beispiel oder auch Bier aus Stralsund. Auf dem internationalen Markt präsentieren sich zahlreiche Hansestädte mit Waren und Spezialitäten. Hamburg bringt eine eigene Fischbräterei mit, den passenden Wein liefert das französische La Rochelle. Das estnische Viljandi bringt eine Sauna mit, Lübeck Cocktails, und aus dem polnischen Torun gibt es Lebkuchen nach Originalrezepten aus dem 14. Jahrhundert.

Die Hanse ist stolz auf ihre Vergangenheit und zeigt das gern. Es gibt Konzerte – unter anderem mit Wincent Weiss und Philipp Dittberner –, Feuershows, sieben Riesenräder, Ausstellungen und Kultur. Am Sonnabend feiert Rostock acht Stunden lang in den 800. Geburtstag rein – mit einem 800 Sekunden langen Feuerwerk kurz vor Mitternacht. An allen Tagen treffen sich die Delegationen zudem zu Konferenzen: Es gibt Wirtschafts- und Handelskongresse, Wissenschaftstreffen, Kultur-Gespräche. “Die Hanse steht für die interkulturelle Zusammenarbeit und für das Bündeln von Interessen über Grenzen hinweg“, sagt Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling. Daran habe sich seit dem ersten Hansetag 1256 nichts geändert.

Andreas Meyer

38. Hansetag der Neuzeit – 21. bis 24. Juni, Rostock – Programm unter www.hansetag-rostock.com

Von Thorsten Fuchs

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