Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Gutachter soll Unfall auf Bahnübergang mit fünf Toten klären
Nachrichten Panorama Gutachter soll Unfall auf Bahnübergang mit fünf Toten klären
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:12 13.09.2015
In den Trümmern dieses Autos starben fünf junge Menschen. Quelle: Sebastian Schmitt/dpa
Anzeige

Monzingen (dpa) - Nach dem schweren Unfall mit fünf Toten auf einem Bahnübergang bei Bad Kreuznach laufen die Ermittlungen zur Unglücksursache. "Es wird einige Tage dauern, bis alles ausgewertet ist", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Der Zug eines privaten Bahnunternehmens hatte am frühen Samstagmorgen auf der Strecke Saarbrücken-Mainz-Frankfurt in hohem Tempo ein Auto erfasst und in Stücke gerissen. Fünf junge Männer im Alter von 16 bis 23 Jahren in dem Wagen starben.

Wieso sich das Auto mitten auf dem Bahnübergang mit Halbschranken in der Weinbaugemeinde Monzingen befand, soll ein Gutachter klären. Voraussichtlich erst am Montag werde auch entschieden, ob die Leichen rechtsmedizinisch untersucht würden, sagte der Sprecher.

Nach dem tragischen Verkehrsunfall herrsche in der Gemeinde "große Sprachlosigkeit und große Anteilnahme", sagte der Pfarrer der evangelischen Gemeinde Monzingen, Manfred Kaspar, der Deutschen Presse-Agentur. In einer Schweigeminute habe die Gemeinde beim Gottesdienst am Sonntagmorgen der Toten gedacht.

Die Verunglückten stammten zwar nicht aus dem 1600-Seelen-Ort, seien aber fast allen Monzingern bekannt. "Ich habe eines der Opfer getauft und konfirmiert", sagte der Pfarrer. Seinen Informationen zufolge waren die jungen Männer auf dem Rückweg von einer Geburtstagsparty. Über die Unfallursache wolle er nicht spekulieren, sondern die Untersuchungen abwarten.

In Monzingen leistete Pfarrer Kaspar nach eigenen Angaben während des Wochenendes in mehreren Familien Seelsorge. Ein Fußballspiel des Sportvereins Monzingen, das Sonntagabend nahe der Unfallstelle stattfinden sollte, sei abgesagt worden.

Nach ersten Ermittlungen war das Auto gegen 6.00 Uhr mit voller Wucht an der Seite getroffen und in Teile gerissen worden. Die Züge sind an der Stelle üblicherweise mit Tempo 120 bis 140 unterwegs. Nach Polizeiangaben fuhr der Zug mindestens 100 Kilometer pro Stunde. Die Wrackteile waren nach dem Unfall kaum noch als Auto erkennbar. Sie lagen nach Auskunft von Beobachtern in einem Umkreis von bis zu 500 Metern um den Bahnübergang.

Die Ermittler wollen herausfinden, ob ein technischer Defekt am Bahnübergang vorgelegen haben könnte. Dabei müsse auch noch geklärt werden, ob die Halbschranken unten waren, sagte ein Sprecher der Polizei. Auch Videoaufzeichnungen sollten ausgewertet werden.

In dem Zug befanden sich etwa 40 Fahrgäste. Von ihnen wurde niemand ernsthaft verletzt. Sie wurden mit Bussen weitertransportiert. Der Zugführer erlitt einen Schock und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Bahnstrecke war rund acht Stunden lang gesperrt, erst am Samstagnachmittag durften wieder Züge fahren.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Millionen Besucher, Millionen Maß Bier, Millionen Kilowattstunden und Millionen-Umsätze: Das größte Volksfest der Welt ist ein einziger Superlativ. - Besucher: Rund 6 Millionen kommen alljährlich auf die Wiesn in München, der Rekord von 1985 lag bei 7,1 Millionen.

13.09.2015

Ein Zug kracht mit voller Wucht gegen ein Auto, das Fahrzeug wird zerfetzt. Fünf junge Menschen sterben.

12.09.2015

Explodierende Gasbehälter in einem Restaurant haben in Indien eine Reihe von Detonationen in Gang gesetzt. Dutzende Menschen wurden unter den Trümmern einstürzender Gebäude begraben. Die Suche nach Überlebenden ist beendet, die Zahl der Toten dürfte noch steigen.

12.09.2015
Anzeige