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Panorama Gewitterfront zieht über West- und Norddeutschland
Nachrichten Panorama Gewitterfront zieht über West- und Norddeutschland
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20:04 19.07.2017
Kein Durchkommen in Köln. Quelle: dpa
Köln

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, Verspätungen im Flug- und Bahnverkehr - heftige Gewitter und starker Regen haben am Mittwoch einen mehr als 30 Grad heißen Tag in Nordrhein-Westfalen beendet. Die Gewitterfront war am Nachmittag von Belgien aus in das Bundesland gezogen und sorgte zunächst im Rheinland für heftige Niederschläge. In Mönchengladbach wurde ein Radfahrer von einem abbrechenden Baum schwer verletzt; sonst gab es keine Meldungen über Verletzte.

Gewitterfront zieht über NRW: Autos bleiben im Wasser stecken, die Bahn meldet Verspätungen, am Airport Köln/Bonn gibt es einen Flugstopp und in Düsseldorf macht eines der größten deutschen Volksfeste eine Zwangspause.

Allein in Köln wurde die Feuerwehr zu rund 550 Einsätzen gerufen. Viele Unterführungen und ganze Straßenzüge stünden unter Wasser, sagte ein Sprecher. Zahlreiche Autos blieben liegen. In einer Tiefgarage stand das Wasser 1,50 Meter hoch. Die Kölner Feuerwehr hatte rund 350 Kräfte im Einsatz.

Autos bleiben im Wasser stecken, die Bahn meldet Verspätungen

Auch eine U-Bahn-Station lief voll Wasser. Busse und Bahnen in Köln hatten nach Angaben eines Sprechers der Verkehrsbetriebe Verspätungen von bis zu 40 Minuten. Im Hauptbahnhof lief Wasser in Teile der Bahnhofshalle. Ursache war nach Angaben einer Bahnsprecherin ein verstopfter Abfluss.

Am Flughafen Köln/Bonn wurde der Flugbetrieb für 90 Minuten unterbrochen. Insgesamt 15 Flüge starteten verspätet, bei 14 Flügen verzögerte sich die Landung. Ein Flug nach München wurde gestrichen. Auf der Bahnstrecke von Bonn in Richtung Koblenz stürzte ein Baum auf die Oberleitung. Die Folge waren Zugausfälle und Verspätungen.

Die Düsseldorfer Rheinkirmes, die zu den vier größten Volksfesten in Deutschland zählt, wurde nach einer Unwetterwarnung für etwa zwei Stunden unterbrochen. Gegen 17.45 wurde das Kirmesgelände wieder geöffnet. In Mönchengladbach wurde ein Radfahrer durch einen abbrechenden Baum schwer verletzt.

Nach der Hitze kommt der Regen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Gewitter im Westen und Nordwesten. Quelle: DWD

Orkanartige Böen in Niedersachsen erwartet

Die Gewitterfront zieht in nordöstlicher Richtung über Nordrhein-Westfalen nach Niedersachsen und Bremen weiter, berichtet der Deutsche Wetterdienst. Die Experten erwarten Starkregen mit 35 Litern pro Quadratmeter sowie Hagel mit rund drei Zentimeter großen Körnern.

Hinzu könnten orkanartige Böen von bis zu 115 Kilometern pro Stunde kommen. In der Nacht zum Donnerstag schwächen sich die Gewitter ein wenig ab. Auch tagsüber können aber noch Gewitter übers Land ziehen. Die Gewitterfront zieht übernacht in Richtung Osten. Dabei kann es weiterhin stürmen und hageln.

Nach der großen Hitze soll es ab Donnerstag wieder etwas kühler werden. Zum Beginn des Wochenendes regnet und donnert es noch vereinzelt. Die Wolken lockern im Laufe des Samstags zunehmend auf.

Von RND/dpa