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Panorama Fünf Meter hohe Tsunami-Wellen bedrohen Neuseeland
Nachrichten Panorama Fünf Meter hohe Tsunami-Wellen bedrohen Neuseeland
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19:42 13.11.2016
In ihren Schlafanzügen sind die Menschen aus Angst vor dem Erdbeben auf die Straße geflüchtet. Quelle: dpa
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Christchurch

In Neuseeland hat sich ein starkes Erdbeben ereignet. Der Erdstoß auf der Südinsel nahe der Stadt Christchurch in der Nacht zum Montag hatte eine Stärke von 7,8, teilte das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam mit. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 7,4 an. Mindestens zwei Menschen sind ums Leben gekommen. Das sagte Premierminister John Key am Montag (Ortszeit), ohne Einzelheiten zu nennen.

Nach dem schweren Erdbeben haben die Behörden ihre Tsunami-Warnung verschärft. Die erste Welle habe die Nordostküste der Südinsel erreicht, heißt es vom Zivilschutz. In der Nähe des Epizentrums drohten Wellen von drei bis fünf Metern Höhe, hieß es dort weiter. Dies gelte von der Halbinsel Banks südlich Christchurchs bis nahe der Nordspitze der Südinsel Neuseelands sowie für die 900 Kilometer östlich im Pazifik gelegenen Chatham Islands. An der übrigen Ostküste Neuseelands drohten ein bis drei Meter hohe Wellen. „Begeben Sie sich sofort ins Inland oder zu höheren Punkten“, warnte der Zivilschutz die Küstenbewohner.

Autofahrer wurden über Infotafeln auf den Highways über die Tsunami-Gefahr informiert. Quelle: Twitter

Den Experten zufolge ereignete sich das Beben in einer Tiefe von 10 Kilometern, das Zentrum lag demnach nördlich von Christchurch. Berichte über Schäden und Verletzte gibt es bislang nicht. Augenzeugen berichten, wie die Menschen in Panik auf die Straßen gerannt sind. „Wir haben geschlafen. Plötzlich wackelte das ganze Haus. Es dauerte und dauerte und es fühlte sich an, als ob es noch stärker werden könnte“, berichtet eine Augenzeugin. In der Hauptstadt Wellington warnten Sirenen die Bevölkerung.

Erdbeben in Neuseeland. Quelle: dpa

In Hamilton (Nordinsel) gab es für Wayne Timmo ein unsanftes Erwachen, als die Küchenmarkise gegen das Fenster schlug. „Das Wasser im Swimming Pool des Nachbarn schwappte hin und her und die vom Erdbeben geweckten Leute liefen auf die Straße“, sagte er. Die Reporterin Rachel Thomas berichtete „stuff.co“ aus Hataitai am Stadtrand von Wellington, sie und ihre Mitbewohner seien vom Ächzen des Daches geweckt worden. „Unser Nymphensittich fiel von seiner Stange. Wir drei drängen uns im Morgenmantel unter dem Küchentisch mit einem zitternden Vogel zwischen uns.“

Eine Polizeisprecherin in Christchurch, der bedeutendste Stadt der Südinsel Neuseelands, sagte, bis auf ein Loch in einer Straße seien noch keine Schäden gemeldet worden. „Seien Sie nur vorsichtig auf den Straßen wegen möglicher Schäden“, sagte sie.

Bereits 2011 war die Region von einem schweren Beben betroffen (Stärke 6,3). Damals starben nach offiziellen Angaben 185 Menschen, Tausende wurden verletzt. Viele Gebäude wurden komplett zerstört oder schwer beschädigt.

In Neuseeland sind Erdbeben keine Seltenheit. Der Inselstaat liegt auf dem pazifischen Feuerring, wo mehrere Kontinentalplatten zusammentreffen. In dem Gebiet ereignen sich jährlich bis zu 15.000 Erdstöße.

Vergangene Erdbeben in Neuseeland

Neuseeland wird immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert. Eine Übersicht der Beben vergangener Jahre:

22. Februar 2011: 185 Menschen sterben bei einem Beben der Stärke 6,3. Tausende werden verletzt. Das Epizentrum liegt nur zehn Kilometer vom Stadtzentrum von Christchurch entfernt.

4. September 2010: Die Erde bebt mit einer Stärke von 7,1. Das Zentrum liegt 30 Kilometer nordwestlich der Stadt Christchurch. Das Beben ereignet sich 16 Kilometern Tiefe. Zwei Menschen werden schwer verletzt.

15. Juli 2009: Das schwerste Erdbeben nach Jahrzehnten erschreckt Zehntausende Einwohner in Neuseeland. Mit einer Stärke von 7,8 ist es noch mehr als 1400 Kilometer vom Epizentrum entfernt zu spüren. Es liegt vor der Südwestküste des Landes. Tote gibt es nicht.

20. Dezember 2007: Die Erde bebt mit einer Stärke von 6,6. Besonders betroffen ist die Stadt Gisborne auf der Nordinsel. Eine ältere Frau stirbt an einem Herzinfarkt. Es entstehen Schäden in Millionenhöhe.

Von RND/cab

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