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Panorama Frau mit transplantiertem Gesicht ist tot
Nachrichten Panorama Frau mit transplantiertem Gesicht ist tot
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13:05 07.09.2016
Die von einem Biss ihres Hundes entstellte Französin hatte 2005 als erster Mensch große Teile eines fremden Gesichts erhalten. Sie war damals 38 Jahre alt. Quelle: dpa
Paris

Die weltweit erste Patientin mit einer Gesichtstransplantation ist tot. Isabelle Dinoire sei bereits am 22. April an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben, teilte die Universitätsklinik im nordfranzösischen Amiens mit. Ihr Tod sei damals auf Wunsch der Angehörigen nicht bekannt gemacht worden.

Der Tumor stehe nicht im Zusammenhang mit der Unterdrückung der Immunabwehr, die für die Gesichtstransplantion nötig war. Die von einem Biss ihres Hundes entstellte Französin hatte 2005 als erster Mensch große Teile eines fremden Gesichts erhalten. Sie war damals 38 Jahre alt.

„Eine Identität wiederfinden“

Bei der stundenlangen Operation wurde der untere Teil des Gesichtes – ein Dreieck aus Nase, Mund und Kinnpartie – von einer hirntoten Organspenderin transplantiert. Zehn Monate nach dem Eingriff konnte Dinoire ihre Lippen ganz schließen, nach 18 Monaten normal lächeln. Die Operation hatte für großes Aufsehen gesorgt und Hoffnungen für Opfer schwerer Gesichtsverletzungen geweckt.

„Ein Gesicht wiederzubekommen bedeutet auch, eine Identität wiederzufinden“, schrieb die Uniklinik von Amiens in einer Bilanz. Die Erfahrung des vergangenen Jahrzehnts zeige, dass Gesichtstransplantationen wichtige Körperfunktionen wie Kauen und Sprechen wieder herstellen können. Die Transplantation bleibe aber ein extrem komplexer Eingriff mit hohem Risiko, warnte die Klinik.

Die Komplikationen seien die gleichen wie bei Organtransplantationen. Die Behandlung mit Medikamenten, welche die Funktion des Immunsystems vermindern und eine Abstoßungsreaktion gegenüber dem Spendergewebe kontrollieren sollen, mache Patienten anfälliger für Infektionen. Nach Angaben der Klinik, die Dinoire operiert hatte, gab es bislang weltweit 36 Gesichtstransplantationen, davon zehn in Frankreich.

Von dpa/RND

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