Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Franziskus sagt Drogenkartellen in Mexiko den Kampf an
Nachrichten Panorama Franziskus sagt Drogenkartellen in Mexiko den Kampf an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:04 17.02.2016
Papst Franziskus während seiner Predigt im mexikanischen Morelia. Quelle: Ulises Ruiz Basurto
Anzeige
Morelia

Papst Franziskus hat während eines Besuches in Mexiko den mächtigen Drogenkartellen des Landes den Kampf angesagt. Während einer Rede vor jungen Menschen in der Unruheregion Michoacán forderte Franziskus die Jugend Mexikos auf, sich von den mörderischen Drogensyndikaten fernzuhalten.

Zuvor hatte der Pontifex auch von seiner eigenen Kirche mehr Mut im Kampf gegen Gewalt und Verbrechen verlangt.

"Jesus Christus würde uns nie dazu einladen, Auftragsmörder zu werden", sagte Franziskus in einem Stadion vor rund 85 000 Jugendlichen in der regionalen Hauptstadt Morelia. Es sei eine Lüge, dass die einzige Möglichkeit für den Nachwuchs sei, sich in die Hände des Drogenhandels zu begeben, fügte der 79-Jährige hinzu. Der argentinische Jesuit riet seinem jungen Publikum auch, sich nicht von der Versuchung blenden zu lassen, schöne Autos oder Markenklamotten zu besitzen.

Das westlich gelegene Michoacán ist eine Station auf der mehrtägigen Mexiko-Reise des Papstes. Der Bundesstaat gilt als einer der gewalttätigsten des Landes, das seit Jahren unter einem verheerenden Drogenkrieg leidet. In Michoacán sind Drogensyndikate wie die sogenannten Tempelritter oder das Kartell Jalisco Nueva Generación aktiv. Nach Schätzungen sind in Mexiko in den vergangenen zehn Jahren rund 100 000 Menschen in Zusammenhang mit der Drogengewalt ums Leben gekommen.

Bereits nach seiner Ankunft in Michoacán am Vormittag hatte der Papst zum entschlossenen Widerstand gegen den Drogensumpf in Mexiko aufgerufen. Die Gesellschaft könne es sich nicht leisten, vor Gewalt und Korruption zu kapitulieren, sagte Franziskus vor 22 000 Menschen in einem anderen Stadion. Die örtliche katholische Kirche ermunterte Franziskus, sich nicht in ihren Sakristeien zu "verschanzen". Der Argentinier sprach überwiegend vor katholischen Geistlichen.

Zum Abschluss seiner Mexiko-Reise will der Papst in Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA eine Haftanstalt besuchen. Geplant ist auch eine Messe, die live in die benachbarte US-Stadt El Paso (Bundesstaat Texas) übertragen werden soll. Danach fliegt er nach Rom zurück.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Vor einer Woche kam es zu einem der schwersten Zugunglücke in Deutschland. Jetzt steht nach Ansicht der Ermittler fest: Nicht die Technik war Ursache, sondern menschliches Versagen.

16.02.2016

Weil sie Durchfall und Erbrechen verursachen könnte, ruft Kaufland Salami der Eigenmarke zurück. In einigen Packungen der "K-Classic Gourmet Salami 125 g" sind bei einer internen Qualitätskontrolle Salmonellen nachgewiesen worden, wie das Unternehmen am Dienstag in Neckarsulm bei Heilbronn mitteilte.

16.02.2016

Bei einer Gasexplosion in einem Mehrfamilienhaus in der russischen Stadt Jaroslawl sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen, davon zwei Kinder. Mindestens neun weitere Bewohner seien verletzt worden, teilte der Zivilschutz mit.

16.02.2016
Anzeige