Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Gaffer klauen Feuerwehr die Brötchen
Nachrichten Panorama Gaffer klauen Feuerwehr die Brötchen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:40 28.10.2016
Während rund 150 Einsatzkräfte gegen die Flammen kämpften, bedienten sich einige Gaffer am Proviant der ehrenamtlichen Helfer.  Quelle: dpa
Timmendorfer Strand

Der Alarm erreichte um 4.52 Uhr die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Timmendorfer Strand: Im Zentrum des Ostseebades hat am Mittwochmorgen das Dach einer Ladenpassage Feuer gefangen, in der auch die frühere Edel-Disco „Nautic Club“ untergebracht war. Rund 150 Feuerwehrleute kämpften bis zum Mittag gegen die Flammen an. Noch am Nachmittag mussten Glutnester unter dem Dach aufgespürt und gelöscht werden.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Denn das verschachtelte Gebäude aus den 1970er Jahren wurde mehrfach umgebaut beziehungsweise weitere Bauten angebaut, sagte Hartmut Junge, Sprecher des Feuerwehrkreisverbandes Ostholstein. Eine Feuerwehrfrau war bei den Löscharbeiten leicht verletzt worden.

Gaffer klauten Brötchen

Zu kämpfen hatten die Einsatzkräfte aber auch mit Schaulustigen. Diese hatten sich an den belegten Brötchen bedient, die eine Bäckerei den ehrenamtlichen Helfern zur Verfügung stellte.  Der Aufforderung, die Brötchen für die Feuerwehrleute stehen zu lassen, kamen die vier bis fünf jungen Männer nicht nach. Sie griffen weiter beherzt zu und fragten - wie die Kieler Nachrichten berichten - auch noch nach Tee.

Andere Feuerwehrleute beklagten sich über uneinsichtige Autofahrer. Sie wollten über den Timmendorfer Platz und durch die Poststraße fahren, die wegen des Einsatzes stundenlang gesperrt waren. Einem Feuerwehrmann soll ein Autofahrer sogar über den Fuß gefahren sein.

Feuerwehrmann klagt Gaffer an

Jan Rühmling, der über zehn Stunden am Einsatz beteiligt war, machte seinem Ärger am Abend Luft. Der Feuerwehrmann postete eine ironisch gemeinte Entschuldigung auf seiner Facebookseite. Diese wurde in weniger als 48 Stunden mehr als 2.400-mal kommentiert und mehr als 19.000 mal geteilt.

Weil einige User seine Worte falsch verstanden hatten, schrieb er seinen Post noch einmal um, erklärte ihn. „Ich habe diesen Post nicht geschrieben, weil ich wütend oder böse bin, nein, das bin ich nicht und war es auch zu keiner Zeit. Ich bin einfach nur enttäuscht über die Vorfälle die ich gestern erleben durfte und musste meiner Enttäuschung Luft machen.“

Brandursache unklar

Wieso das Feuer in der Diskothek „Nautic Club“ ausgebrochen ist, ist übrigens noch unklar. Die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest. Sie dürfte aber im zweistelligen Millionenbereich liegen. Ein Grund: Bei dem Feuer war nicht nur die Nobeldisko völlig zerstört worden. Auch angrenzende Geschäfte wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Von RND/KN

Die Polizei Essen ermittelt in einem erschütternden Fall: Ein 82-Jähriger brach in einer Bankfiliale zusammen und blieb liegen – trotzdem half ihm zunächst niemand. Andere Kunden stiegen über ihn hinweg, hoben Geld ab und gingen. Der Mann starb später.

28.10.2016

Schockmoment für Fahrgäste eines Busses im australischen Brisbane: Ein Passagier hat den Fahrer mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet – der Mann verbrannte bei lebendigem Leib.

28.10.2016

Mit Blutverdünner hatte die Hebamme Regina K. versucht, Schwangere im Kreißsaal zu töten. Jetzt muss sie 15 Jahre in Haft. Die Frauen überlebten nur knapp.

28.10.2016