Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Feuer auf Containerschiff unter Kontrolle
Nachrichten Panorama Feuer auf Containerschiff unter Kontrolle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:04 03.09.2016
Einsatzkräfte bekämpfen tagelang auf dem Containerschiff «CCNI Arauco» das Feuer. Quelle: Daniel Bockwoldt
Hamburg

Der seit Donnerstag wütende Brand auf einem 300 Meter langen Containerschiff im Hamburger Hafen ist unter Kontrolle. Man könne zwar noch nicht mit Sicherheit "Feuer aus" melden.

Die Flammen seien aber vollständig mit Löschschaum bedeckt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Dennoch könnten sich die endgültigen Lösch- und Bergungsarbeiten bis in die kommende Woche hinziehen.

Die Einsatzkräfte hatten in der Nacht auf Samstag rund 45.000 Liter Schaum in das betroffene Ladedeck der "CCNI Arauco" gepumpt, um die Flammen zu ersticken. Es gebe keine Rauchgasentwicklung mehr, das Hafenbecken sei gesichert.

Zuvor waren zwei Löschversuche - das Schiff mit Elbwasser zu fluten und die Flammen mit Kohlendioxid zu ersticken - gescheitert. Das Feuer auf dem Containerschiff brach am Donnerstagnachmittag während Schweißarbeiten im Heckbereich aus. Die Flammen breiteten sich anschließend unter Deck aus. Drei Arbeiter wurden leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Am Samstagmittag sei es gelungen, eine 20 mal 20 Meter große Luke zum betroffenen Laderaum zu öffnen, sagte der Sprecher. Dazu war schweres Gerät notwendig, weil die Luke durch die Hitze verkantet war. Das Innere sei nun besser zugänglich. Dass es weitere Glutnester gebe, könne noch nicht ausgeschlossen werden. Der Laderaum sei randvoll mit Löschschaum und zahlreichen Containern. In ihnen vermutet die Feuerwehr Mobiliar, Farben, Plastik, Kunststoffe und Küchengeräte. Von Gefahrgut gehe man nicht aus.

Die Temperatur am Schiff werde weiter stetig kontrolliert. Es dampfe immer noch aus dem Laderaum, eine Wärmeentwicklung sei weiterhin vorhanden. Die Feuerwehr sei immer noch in großer Zahl vor Ort, um einschreiten zu können, falls das Feuer wieder aufflammt. Wenn das Feuer aus ist, kann der Löschschaum wieder aus dem Laderaum gepumpt werden.

Mit Schaum zu löschen sei eine der letzten Maßnahmen, zu denen man bei einem solchen Feuer greife, sagte der Sprecher. Es sei sehr teuer, aufwendig und personalintensiv. Zwei Firmen hatten der Feuerwehr große Mengen des Schaums zur Verfügung gestellt. "Es ist immer so, dass die einen den anderen mit Schaum aushelfen."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein 67-Jähriger hat nach einem Streit in Riedlingen bei Biberach seine Ehefrau schwer und sich selbst lebensgefährlich verletzt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, war eine Aussprache der getrennt lebenden Eheleute in der Nacht eskaliert.

03.09.2016

Es war Floridas erster Hurrikan seit mehr als zehn Jahren: In der Nacht traf "Hermine" auf die US-Küste. Der Sturm bringt jede Menge Wind und Wasser mit sich - und zieht nun landeinwärts.

02.09.2016

Die weltweit höchste und längste Glasbrücke in China ist nach nicht einmal zwei Wochen wegen zu hohen Touristenandrangs vorübergehend geschlossen worden.

Statt der erlaubten 8000 Besucher seien täglich mehr als 10 000 gekommen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag unter Berufung auf die Betreiber der Brücke.

02.09.2016