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Panorama Festnahme wegen Kokain-Besitzes
Nachrichten Panorama Festnahme wegen Kokain-Besitzes
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14:48 12.11.2017
Die Polizei geht von einem Unfall und nicht von einem Anschlag in Berlin-Reinickendorf aus. Quelle: dpa
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Berlin


Der Mieter des Autos, das über einen Gehsteig in Berlin-Reinickendorf auf Passanten zuraste, ist inzwischen festgenommen worden. Der Grund sei allerdings nicht der Unfall, sondern der Besitz von Rauschgift, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Der Mieter - ein 35-jähriger Marokkaner - hatte sich am Samstagnachmittag selbst der Polizei gestellt. Zuvor hatte die Polizei in der Nacht zu Samstag schon seine Wohnung in Wedding durchsucht und dabei unter anderem Kokain beschlagnahmt. Bei dieser Durchsuchung war der Mann nicht angetroffen worden.

Der Mieter wurde über das Kennzeichnen ermittelt

Der Mieter des Unfallwagens, nach dem gefahndet worden war, stellte sich am Samstagnachmittag im Stadtteil Moabit. Er konnte über das Kennzeichen ermittelt werden, das sich Zeugen gemerkt hatten. Er gab in seinen Verhören an, nicht selbst am Steuer des Wagens gesessen zu haben, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag sagte.

Er habe den Mietwagen an einen Mann verliehen, habe er ausgesagt. „Die Aussagen zu diesem Mann sind allerdings sehr unpräzise“, sagte die Sprecherin. Die Fahndung nach ihm laufe noch. Auch der Fahrer des zweiten Wagens, der in den Unfall verwickelt war sowie das Mietauto selbst seien bisher nicht gefunden worden.

Die bisherigen Ermittlungen stützten die Angaben des 35-Jährigen, sagte die Polizeisprecherin auf entsprechende Fragen. Die Personenbeschreibung der Zeugen und das Videomaterial deuteten darauf hin, dass der Fahrer des Mietwagens nicht dessen Mieter gewesen sei.

Bereits am Samstag durchsuchte die Polizei die Wohnung

Dennoch wurde der Marokkaner am Samstag zunächst festgenommen. Der Grund sei allerdings nicht der Unfall, sondern der Besitz von Rauschgift gewesen, sagte die Sprecherin. Die Polizei hatte in der Nacht zu Samstag dessen Wohnung in Wedding durchsucht und dabei unter anderem Kokain beschlagnahmt. Bei dieser Durchsuchung war der Mann nicht angetroffen worden. Am Sonntag wurde der Mann nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt.

Der Unfall mit einem Mietwagen hatte sich am Freitagabend gegen 20.10 Uhr in der Nähe einer Bushaltestelle und eines S- und U-Bahnhofs ereignet. Der Vorfall hatte in Berlin sofort Erinnerungen an den Terroranschlag vor knapp einem Jahr geweckt. Dabei war ein Attentäter mit einem Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz gefahren. Zwölf Menschen kamen ums Leben.

Die Polizei geht von einem missglückten Ausweichmanöver aus

Die Auswertung des Videomaterials von einem Geschäft in der Nähe der Bushaltestelle habe „entscheidend zur Klarheit beigetragen, was der Hintergrund des gestrigen Vorfalls war“, sagte der Leiter der Pressestelle der Berliner Polizei, Winfrid Wenzel. Ursächlich für das Fahren auf den Gehsteig sei dieses Ausweichmanöver gewesen.

Bei dem Mietwagen handele es sich um einen hochwertigen Sportwagen mit vielen PS, sagte Wenzel. Der Fahrer habe einem zweiten wendenden Wagen ausweichen müssen, um einen Aufprall zu vermeiden. In Richtung Gehsteig habe der Sportwagen zuerst das Heck eines Busses gestreift, dann sei er mit einem geparkten Motorroller kollidiert. Der Fahrer fuhr weiter - auf eine Bushaltestelle mit Passanten zu, wie der Polizeisprecher schilderte. Danach gefragt schloss Wenzel ein illegales Autorennen sowie Drogen oder Alkohol am Steuer nicht aus.

Von dpa/RND

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