Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Fall Höxter: Opfer zahlten rund 100 000 Euro an Ehepaar
Nachrichten Panorama Fall Höxter: Opfer zahlten rund 100 000 Euro an Ehepaar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:42 13.05.2016
In diesem Haus fanden sie tödlichen Quälereien von Höxter statt. Die Eigentümer des «Horror-Hauses» von Höxter wollen das Gebäude nach Abschluss der Ermittlungen abreißen lassen. Quelle: Friso Gentsch
Anzeige
Bielefeld/Höxter

Im Fall der tödlichen Quälereien von Höxter soll das beschuldigte Paar einzelne Opfer nicht nur körperlich misshandelt, sondern auch um viel Geld gebracht haben. Wie das Magazin "Der Spiegel" berichtet, stieß die ermittelnde Sonderkommission auf mehr als 100 000 Euro, die die Tatverdächtigen von ihren Opfern erhalten haben sollen. Oberstaatsanwaltschaft und Polizei bestätigten das ebenso wie einen Fund von etwa 20 Mobiltelefonen in dem "Horror-Haus" von Höxter. Die Handys seien sowohl Tätern als auch Opfern zuzuordnen. Von dem Handy einer Verstorbenen seien noch nach ihrem Tod Textnachrichten verschickt worden, um ihr Verschwinden zu verschleiern.

Der 46-jährige Verdächtige und seine 47-jährige Ex-Frau hatten jahrelang Frauen per Kontaktanzeige nach Höxter-Bosseborn gelockt. Nach den bisherigen Ermittlungen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von acht Geschädigten aus. Zwei Opfer aus Niedersachsen kamen ums Leben. Die Polizei werte derzeit die bereits eingegangenen Hinweise und Spuren aus, rechne aber mit weiteren Opfern, sagte ein Polizeisprecher.

Die Eigentümer des Hauses in Höxter überlegen, das Gebäude nach Abschluss der Ermittlungen abreißen zu lassen. Das berichtete das "Westfalen-Blatt" unter Berufung auf ein Mitglied der Erbengemeinschaft. Ein Abriss sei eine "denkbare Option", sagte auch ein anderer Miteigentümer der "Neuen Westfälischen".

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für Experten war es eine Frage der Zeit: Das Zika-Virus wurde erstmals auf deutschem Boden übertragen. Passiert ist es beim Sex ohne Kondome. Eine Gefahr sehen Experten hierzulande aber nach wie vor nicht.

13.05.2016

Die Tat sorgt für Entsetzen: Ohne erkennbaren Grund wird ein 17-Jähriger in Bonn von Unbekannten zusammengeschlagen, er stirbt Tage später. Nun macht sich die Mordkommission Hoffnung auf einen Erfolg.

13.05.2016

"Public-Viewing" auf öffentlichen Plätzen und Fan-Meilen ist auch bei Spielen der Fußball-Europameisterschaft in diesem Sommer möglich.

Der Bundesrat stimmte einer Verordnung zu, damit Städte und Gemeinden während der EM vom 10. Juni bis 10. Juli öffentliche Fußballübertragungen - auch in Nachtstunden - genehmigen können, die sonst an den Lärmschutz-Regeln scheitern würden.

13.05.2016
Anzeige