Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Fahrer des tödliches Autorennen in Berlin polizeibekannt
Nachrichten Panorama Fahrer des tödliches Autorennen in Berlin polizeibekannt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:04 02.02.2016
Ein beschädigte Ampel am Ort des illegalen Autorennens in Berlin. Quelle: Britta Pedersen
Anzeige
Berlin

Nach dem tödlichen Autorennen in Berlin untersuchen Polizei und Staatsanwaltschaft die genauen Umstände des Unfalls. Ein unbeteiligter Autofahrer war dabei ums Leben gekommen.

Es geht den Ermittlern unter anderem um die hohen Geschwindigkeiten der beiden Sportwagen und um den genauen Ablauf des Zusammenstoßes.

Ob die beiden Raser im Alter von 26 und 24 Jahren befragt wurden und ob sie sich äußerten, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Die Verletzungen der Männer seien aber nicht so schwer, dass eine Befragung nicht möglich wäre. Ihnen drohen ein Prozess und eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung.

Einer der Raser hatte auf einer Kreuzung der Tauentzienstraße, der Verlängerung des Kudamms zwischen Gedächtniskirche und KaDeWe, den Wagen eines Unbeteiligten gerammt. Der 69-Jährige starb noch am Unglücksort.

Innensenator Frank Henkel (CDU) verurteilte die Täter. "Hier musste ein Mensch sterben, weil ein paar Idioten ihr Testosteron nicht im Griff haben."

Nach Zeitungsberichten blieb der Tacho eines der beiden Sportwagen bei 200 Stundenkilometern stehen. Ob das die tatsächliche Geschwindigkeit beim Unfall zeigt oder ob der Tacho durch den Aufprall verstellt wurde, müssen die Ermittler herausfinden.

Am Abend gedachten einige Berliner an der Unfallstelle des Getöteten. Eine Initiative von Fahrradfahrern hatte dazu aufgerufen. Nach Polizeiangaben kamen etwa 20 Menschen zusammen, die auch kurz gemeinsam auf die Fahrbahn gingen. Die Initiative "Volksentscheid Fahrrad", die für einen Ausbau der Rad-Infrastruktur in Berlin eintritt, verlangte auch eine konsequentere Verfolgung von Rasern.

Die beiden Berliner Fahrer sind polizeibekannt und fallen nicht mehr unter das Jugendstrafrecht. Das könnte in einem Prozess zu einer härteren Strafe führen.

Henkel will illegale Autorennen nicht mit mehr Blitzgeräten und Radarfallen bekämpfen, sondern mit schärferen Strafen und PS-Obergrenzen für Führerscheinneulinge. Man müsse über vieles diskutieren, etwa eine Verschärfung des Rechts und einen konsequenteren Entzug des Führerscheins, sagte Henkel.

"Einer der Täter hat seinen Führerschein erst seit 2014. Hier muss man sich schon die Frage stellen, ob man mit solch wenigen Erfahrungen so eine obertourige PS-Schleuder überhaupt führen darf." Henkel: "Ich bin sehr dafür, dass man über PS-Obergrenzen diskutiert."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf dem Schulhof angesprochen, in die Wohnung gelockt, sexuell schwer missbraucht: Das soll ein 30 Jahre alter Mann einem siebenjährigen Mädchen angetan haben. Er ist nicht zum ersten Mal im Visier der Polizei.

03.02.2016

Bergen, transportieren, zerlegen: Das größte je vor Schleswig-Holstein registrierte Pottwal-Sterben fordert die Einsatzkräfte. Aber das Wetter zwingt sie zur Pause.

02.02.2016

Zika gilt nun als internationales Gesundheitsproblem. Die WHO hat damit viele Möglichkeiten, den Erreger zu bekämpfen. Schnelle Erfolge sind nicht zu erwarten. Das hat Einfluss auf die Olympischen Spiele.

02.02.2016
Anzeige