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Panorama Extreme Hitzewelle macht Europa zu schaffen
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16:59 23.06.2017
Baden vor berühmter Kulisse: In Paris gab es Temperaturen bis 36 Grad. Heute ist es dort merklich abgekühlt. Quelle: AP
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Wer meint, in Deutschland sei es ganz schön heiß, sollte mal einen Blick über die Grenzen werfen. Auch in den Nachbarländern herrschen teilweise Tropen-Temperaturen:

Italien:Hier wird wegen einer andauernden Hitzewelle in einigen Regionen das Wasser knapp. Für die nördlichen Provinzen Parma und Piacenza hat die Regierung in Rom den Notstand ausgerufen. Schon im vergangenen Herbst hatte es dort eine lange Periode der Trockenheit gegeben, die Hitzewelle tut nun ihr übriges. Der Fluss Po gleiche einem Bächlein, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Freitag. Der Pegelstand liege 65 Prozent unter dem saisonalen Normalwert. Bauern fürchten um ihre Ernte, in Süditalien ist vor allem der Olivenanbau betroffen, wie die Zeitung „La Repubblica“ berichtete. Einige Kommunen haben bereits Vorkehrungen getroffen. In Rom beschloss die Stadtverwaltung ein Verbot für die Nutzung von Trinkwasser für das Sprengen von Gärten, Füllen von Schwimmbecken und die Autowäsche.

Schweiz: Die Nächte in der Schweiz sind schön kuschlig-warm. In Güttingen am Bodensee kühlte es nicht unter 25,2 Grad ab, und auf dem Zürichberg lag die Tiefsttemperatur bei 24,2 Grad. Eine so warme Nacht gab es dort seit Messbeginn vor 135 Jahren noch nie. Auch in Neuenburg verzeichneten die Messstationen einen neuen Rekordwert. Dort sanken die Temperaturen nämlich nicht unter 24 Grad. Der absolute Wärmerekord sei aber noch nicht geknackt worden, schrieb SRF Meteo. In Meiringen im Haslital hatte es in der Nacht auf den 23. Juli 2009 nicht unter 26 Grad abgekühlt.

Frankreich: Hier war es in den letzten Tagen so heiß wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Vielerorts stiegen die Temperaturen auf 37 Grad und mehr. Der Mittwoch war in Frankreich der heißeste Junitag seit 1945, teilte der Wetterdienst Metéo-France mit. Die mittlere Tagestemperatur von 26,4 Grad sei höher gewesen als der bisherige Spitzenwert von 26,1 Grad vom 28. Juni 2005.

Spanien: Ähnliches gibt es aus Spanien zu vermelden, das den heißesten Frühling seit Beginn der offiziellen Wetteraufzeichnungen erlebte. In den Monaten März, April und Mai seien die wärmsten Werte der vergangenen 52 Jahre gemessen worden, zitierte die Zeitung „El País“ eine Sprecherin des staatlichen Wetteramtes Aemet.

Großbritannien: Sogar die Briten dürfen sich über Sonnenschein freuen. Bereits am Mittwoch wurden am Londoner Flughafen Heathrow 33,9 Grad Celsius gemessen. Das war nicht nur der heißeste Tag des Jahres, sondern auch die höchste Temperatur in einem Juni seit 1976, wie die Wetterbehörde mitteilte. Die englischen Schüler – insbesondere die Jungen – leiden unter tropischen Temperaturen. Wegen der strengen Kleidervorschriften dürfen sie keine Shorts tragen. Im südenglischen Devon griffen nun die Jungen zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: 60 von ihnen erschienen im Röcken in der Schule, die sie sich von ihren Schwestern oder Mitschülerinnen geborgt hatten.

Österreich: Auch hier ist es derzeit schwül und heiß, es gibt Unwetter. Der Freitag startet im Osten des Landes mit Gewittern. Für Teile Niederösterreichs, Wiens und der Steiermark besteht eine Unwetterwarnung. Hier ist mit teils schweren Regenfällen zu rechnen, lokal können auch Überschwemmungen nicht ausgeschlossen werden. Der bisherige Juni-Rekord mit 38,6 Grad (im Jahr 2013 in Waidhofen/Ybbs) könnte laut ZAMG-Meteorologe Haradl Seidl noch geknackt werden: „Nicht auszuschließen, dass dieser Rekord heuer noch fällt“. Derzeit ist es so heiß, wie seit 200 Jahren nicht.

Von hma/RND

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