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Panorama „Du wirst nie wieder in dieser Stadt arbeiten“
Nachrichten Panorama „Du wirst nie wieder in dieser Stadt arbeiten“
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20:03 03.11.2016
Die Schauspielerin Mila Kunis (33) hat in einem Beitrag mit dem aus ihrer Sicht alltäglichen Sexismus in der Gesellschaft abgerechnet. Quelle: EPA
New York

Ein Filmproduzent soll MIla Kunis einmal dazu aufgefordert haben, dass sie halbnackt für ein Männermagazin posiert – um für einen Film zu werben. Das habe sie abgelehnt, schreibt die Schauspielerin. „Ich war bleich, ich fühlte mich gedemütigt und zum ersten Mal in meiner Karriere sagte ich Nein.“

Der Produzent habe ihr daraufhin gedroht: „Du wirst nie wieder in dieser Stadt arbeiten.“ Trotzdem sei sie bei ihrem Nein geblieben, berichtet Mila Kunis. „Und wissen Sie was? Die Welt ist nicht untergegangen. Der Film hat eine Menge Geld eingespielt und ich habe weiter in dieser Stadt gearbeitet. Wieder und wieder.“

Mila Kunis will sich wehren – mit Worten

Mit dieser Geschichte beginnt die Schauspielerin Mila einen offenen Brief in dem Online-Magazin „A plus“, in dem sie mit dem aus ihrer Sicht alltäglichen Sexismus in der Gesellschaft abgerechnet. Sie habe es satt, eine auf das Geschlecht bezogene Voreingenommenheit hinzunehmen, die vor allem in der Berufswelt typisch sei, schreibt Kunis in dem Essay. Frauen müssten am Arbeitsplatz, am Telefon und in E-Mails immer wieder kleine Aggressionen ertragen, die ihre Leistungen und ihren Wert herabsetzten.

Sollten ihr in Zukunft spitze Sprüche oder einfach dahergesagte Kommentare begegnen, werde sie direkt den Mund aufmachen und versuchen, ihrem Gegenüber mehr Sensibilität beizubringen, schreibt Kunis. In ihrer Karriere habe sie selbst mehrfach sowohl offenen als auch versteckten Sexismus erlebt. „Wenn mir das passiert, passiert es anderen Frauen auf eine noch aggressivere Art und Weise.“

Kunis wurde durch ihre Rollen in den Filmen „Black Swan“ und „Freunde mit gewissen Vorzügen“ bekannt und war zuletzt in „Bad Moms“ zu sehen. Mit Ehemann und Schauspieler Ashton Kutcher (38) erwartet sie derzeit das zweite gemeinsame Kind.

Von dpa/RND/wer

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