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Panorama Deutscher Musiker stirbt bei Raver-Party
Nachrichten Panorama Deutscher Musiker stirbt bei Raver-Party
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09:38 08.12.2016
Der illegale Rave in einer Lagerhalle in Oakland wurde zur Feuerfalle. 36 Menschen kamen ums Leben – darunter ein Deutscher. Quelle: AFP
Oakland

Ein in Kalifornien lebender Deutscher ist unter den Opfern des verheerenden Brandes mit 36 Toten bei einer Lagerhaus-Party in Oakland. Die Behörden gaben am Mittwoch (Ortszeit) Details dazu bekannt. Der Deutsche ist mit 61 Jahren das älteste Opfer der Feuerkatastrophe.

Wie der „San Francisco Chronicle“ berichtete, stammte der in Oakland lebende Mann aus Erlangen. In Kalifornien habe er als Musiker gearbeitet. Die „East Bay Times“ schrieb, auch seine Freundin sei in dem Feuer ums Leben gekommen.

36 Opfer im „Geisterschiff“

Bis zum Montagabend wurden 36 Opfer aus dem völlig ausgebrannten Lagerhaus in Oakland geborgen. Das jüngste ist 17 Jahre alt, die meisten um die 20 und 30, darunter auch drei Partygäste aus Finnland, Guatemala und Korea. Am Mittwoch wurde die Suche in den Trümmern eingestellt.

Die Anteilnahme ist groß: Angehörige der Opfer gedenken mit Kerzen und Blumen den Toten. Quelle: EPA

Die meisten Toten wurden in der Mitte des Gebäudes gefunden, berichtete Melinda Drayton von der Feuerwehr. Das Feuer war am Freitagabend bei einer Raver-Party in dem zweistöckigen Gebäude ausgebrochen. In dem als „Ghost Ship“ (Geisterschiff) bekannten Lagerhaus hatten Künstler sich Ateliers eingerichtet. Nach Angaben der Behörden durfte das Gebäude als Lagerhalle, nicht aber zum Wohnen oder für Veranstaltungen genutzt werden.

Weder Sprinkleranlage noch Rauchmelder

Die Party soll im zweiten Stock stattgefunden haben, in die nur eine provisorische Treppe aus Paletten führte. Dort sollen bis zu 100 Menschen gewesen sein. Im ersten Stock des Lagerhauses hatten Künstler Ateliers eingerichtet. Fotos aus dem Gebäudeinneren, die vor der tragischen Nacht entstanden sind, zeigten, dass es mit allerlei Möbeln, Instrumenten und Skulpturen vollgestellt war. Über eine Sprinkleranlage und Rauchmelder verfügte das Gebäude laut Feuerwehr nicht.

Von dpa/RND/zys

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