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Panorama De Maizière will Verbrecherclans gezielt bekämpfen
Nachrichten Panorama De Maizière will Verbrecherclans gezielt bekämpfen
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18:45 12.07.2017
Bundesinnenminister Thomas de Maizière spricht auf der Anti-Mafia-Konferenz. Quelle: dpa
Berlin

Bundesinnenminister Thomas de Maizère (CDU) hat angekündigt, mit neuen Gesetzen härter gegen Verbrecherclans vorzugehen. Dabei wolle man sich auch die scharfen Anti-Mafia-Gesetze Italiens zum Vorbild nehmen, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Mittwoch bei einer Anti-Mafia-Konferenz mit seinem italienischen Amtskollegen Marco Minniti in Berlin.

Vor zehn Jahren tötete die Mafia in Duisburg sechs Menschen

Anlass der Anti-Mafia-Konferenz waren die Duisburger Mafiamorde, die sich im August zum zehnten Mal jähren. Vor einer Pizzeria wurden 2007 wegen einer Fehde zwischen Familienclans sechs Italiener erschossen. „Heute verwendet die Mafia immer weniger Mord und Totschlag, immer weniger Gewalt und Verbrechen“, sagte Minniti. „Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht mehr existiert.“ Eher würde die Mafia wieder Geländegewinn für sich verbuchen. Minniti sprach von einer „epochalen Herausforderung“ beim Kampf gegen die Clans.

Juristische Hürden verhindern Ermittlungserfolge

In Deutschland hätten bislang vor allem juristische Hürden so manchen Ermittlungserfolg verhindert. Etwa sei in Deutschland die bloße Mitgliedschaft bei der Mafia bislang noch nicht strafbar. „Diesen Missstand haben wir abgestellt“, sagte de Maizière. Dafür habe man den Tatbestand der kriminellen Vereinigung neu gefasst, das Gesetz werde in Kürze in Kraft treten. Zudem habe man die Abschöpfung von Vermögen aus kriminellen Machenschaften gesetzlich erleichtert.

Zeitgleich zu der in Berlin stattfindenden Konferenz hatten am Mittwoch Ermittler einen entscheidenden Fahndungserfolg im Bereich der Organisierten Kriminalität erzielt. Bei einer Razzia im Milieu organisierter arabischer Familienclans, waren Fahnder auf die Spur der Münzdiebe gekommen, die im März eine 3,7 Millionen Euro schwere Goldmünze gestohlen hatten.

Von dpa/RND

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