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Panorama Das haben vier Wochen Abspecken gebracht
Nachrichten Panorama Das haben vier Wochen Abspecken gebracht
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16:44 24.02.2017
Gesunde Ernährung und ein straffes Sportprogramm waren vier Wochen lang Teil unseres Alltags. Quelle: Agnieszka Krus
Hannover

Vier Redakteure, zwei Teams, ein Ziel – die überflüssigen Pfunde sollten schmelzen. Das haben wir uns vor vier Wochen vorgenommen. Was der teilweise beschwerliche Kampf gegen den inneren Schweinehund gebracht hat, berichten wir hier.

Die gute Nachricht vorweg: Alle Teilnehmer unserer #SpeckWeg-Challenge haben abgenommen – durchschnittlich knapp drei Kilo pro Person. In zwei Teams sind wir Ende Januar in unser Abspeck-Abenteuer gestartet. Doch es konnte nur einen Gewinner geben.

Mit einem Gewichtsverlust von insgesamt gut sechs Kilogramm hat das „Team Kraft“ die Zweitplatzierten abgehängt. Bei „Team Cardio“ reichte es nur für 5,3 Kilogramm Gewichtsverlust – obwohl das Ernährungskonzept für beide Gruppen dasselbe war. Agnieszka und Markus haben mit hochintensiven aber kurzen Krafteinheiten von Personal Trainer Claas Benk mehr Gewicht verloren als Anne und Fabian mit einem reinen Ausdauertraining. Allerdings lässt das nur indirekt den Schluss zu, Krafttraining eigne sich besser zum Abnehmen. Denn entscheidend sei, wie es nach der Challenge weitergeht, meint der Coach von „Team Cardio“, Kalala Ngoy. Wer langfristig Ausdauersport betreibt und auf eine ausgewogene Ernährung achtet, nimmt auch ab, weiß er.

Wie die Teilnehmer die Herausforderung der letzen vier Wochen empfunden haben, lesen Sie hier.

„Irgendeine Ausrede ist mir immer eingefallen“

Fabian hat in vier Wochen mit Ausdauersport 2,3 Kilogramm verloren. Quelle: Agnieszka Krus

„Irgendwo ist es doch ein Meckern auf hohem Niveau gewesen, was mich dazu veranlasst hat, an der Challenge teilzunehmen. Ja, die ein oder andere Hose hat gezwickt und ja, auch unterm T-Shirt war im Sommer ein leichter Ansatz von einem Bauch zu sehen. Dick habe ich mich aber nie gefühlt. Unwohl zwischenzeitlich schon. Zu Beginn der Challenge war ich voller Tatendrang. Gesund einkaufen und kochen, mehr bewegen, kein Alkohol. Von Woche zu Woche hat das allerdings nachgelassen. Mal war auch ein kleines Stück Streuselkuchen drin, ein anderes Mal habe ich mir ein Bier im Stadion gegönnt und das Sportprogramm ist zwischendurch ausgefallen – Zeitmangel, Halsschmerzen... Sie kennen das. Irgendeine Ausrede ist mir immer eingefallen. Kurzum: Den Schweinehund habe ich nicht immer überwunden.

Trotzdem habe ich am Ende über zwei Kilo abgenommen. Zu sehen ist davon wenig, spüren tue ich dafür umso mehr. Ja, die Hosen sitzen wieder entspannter. Etappenziel erreicht.

Was mich während der vier Wochen aber sicher geprägt hat ist das Bewusstsein dafür, besser zu essen. Ich habe schon immer gerne gekocht, wenn auch selten. Jetzt ist mir aber erst richtig bewusst geworden, dass auch hinter gesundem Essen kein riesen Aufwand steckt und dass man nicht verzichten muss. Da werde ich dran bleiben.

Was ich schon vor der Challenge wusste, was mir aber währenddessen immer wieder deutlich gemacht wurde: Wenn ich Sport in mein Leben integriere, geht es mir besser. Ich schlafe besser, bin wacher, ausgeglichener, leistungsfähiger und unterm Strich auch zufriedener. Alles Argumente dafür, auch beim Sport dranzubleiben.“

Alles zur #SpeckWeg-Challenge

– #SpeckWeg-Challenge bei Instagram

– Wer wir sind, können Sie sich hier anschauen.

– Unser Ernährungskonzept mit Ernährungsplan zum Herunterladen gibt’s hier.

– Experten-Tipps: So besiegen Sie den inneren Schweinehund

– Abspeck-Challenge: So war die erste Woche

– Abspeck-Challenge: So war die zweite Woche

– Abspeck-Challenge: So war die dritte Woche

– Abspeck-Challenge: Die Kilos purzeln

– Abspeck-Challenge: Der innere Schweinehund durchkreuzt unsere Diätpläne

– Food Coach Patrycja: „Fitness-and-Food.de“ bei Instagram und Facebook

– Personal Trainer Claas Benk: „Claas Benk Athletics“ bei Instagram und Facebook

– Personal Trainer Kalala Ngoy: „Athletic Dojo“ bei Instagram und Facebook

„Meine Erwartungen wurden enttäuscht“

Drei Kilo hat Anne während der #SpeckWeg-Challenge verloren. Quelle: Agnieszka Krus

Vier Wochen lang habe ich mich extrem konsequent nach Patrycjas Konzept ernährt: auf raffinierten Zucker verzichtet, viel Eiweiß gegessen. Auch beim Sport war ich sehr diszipliniert. Bis zu sechsmal wöchentlich habe ich nach Kalalas Plan trainiert. Meine Erwartungen waren deswegen hoch, doch am Ende wurden sie enttäuscht. ’Nur’ drei Kilo habe ich abgenommen – gerechnet hatte ich mit mehr. Trotzdem will mich auch nach der Challenge ausgewogen ernähren und mit unserem Coach trainieren, den Fokus aber wieder mehr auf Genuss legen. Denn am Ende geht es nicht darum, ein Ernährungskonzept vier Wochen lang durchzuziehen, sondern langfristig am Ball zu bleiben. Das funktioniert nur, wenn ich meine Mahlzeiten zwischen Kind, Job und Sport genau plane: Was esse ich zum Frühstück, was als Snack und was zum Mittagessen? Es geht mir auch gar nicht mehr so sehr darum, noch weiter abzunehmen. Vielmehr hat die Challenge mein Bewusstsein dafür geschärft, wie viel Gutes ich meinem Körper mit gesunder Ernährung und Sport tun kann.

„Ich habe wieder mein Wohlfühlgewicht“

Drei Kilo hat Agnieszka mit hochintensivem Kraftraining abgenommen. Quelle: Agnieszka Krus

Ich bin ohne große Erwartungen in die Challenge gestartet. Umso überraschter bin ich, dass ich drei Kilo abgenommen habe. Jetzt bin ich endlich wieder bei meinem Wohlfühlgewicht angekommen. Jeden Tag Sport zu machen war für mich ein Ding der Unmöglichkeit. Die Ernährung umzustellen war für mich dagegen kein großes Problem. Manchmal hatte ich abends mit Heißhunger zu kämpfen. Dabei ging es gar nicht um Süßigkeiten, sondern nur ums Essen an sich. Wahrscheinlich habe ich einfach tagsüber zu wenig zu mir genommen. Mit der Challenge will ich in abgewandelter Form weitermachen, weil ich mein Gewicht halten will – wenn ich noch ein oder zwei Kilo abnehmen würde, wäre das natürlich auch ok.

„Jetzt beginnt die eigentliche Herausforderung“

Durch das hochintensive Krafttraining und die Ernährungsumstellung hat Markus drei Kilo abgenommen. Quelle: Agnieszka Krus

Die schwierige Zeit kommt erst noch. Ab sofort muss ich wieder alleine zurecht kommen – ohne die Motivation der Kollegen. Das ist die eigentliche Herausforderung: im Alltag das Gewicht zu halten. Vor der Challenge war mir das nicht gelungen. Auch wenn man es nicht sieht: Ich hatte in eineinhalb Jahren sieben Kilo zugenommen. Drei davon sind wieder weg – und kommen hoffentlich auch nicht wieder. Vielleicht sollten wir alle drei Monate die Challenge wiederholen. Denn das ist die Erfahrung der vergangenen vier Wochen: Zusammen isst man weniger als allein. Man ernährt sich bewusster. Und man gibt nicht auf. Schließlich will man Gewicht verlieren. Aber nicht die Challenge.

Von RND/are/krus/fw/wer

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