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Panorama Brummifahrer sammelt Geld für Familie des toten Kollegen
Nachrichten Panorama Brummifahrer sammelt Geld für Familie des toten Kollegen
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18:39 22.12.2016
Trauert um Lukasz Zurawski: Ariel Zurawski, Speditionsbesitzer und Cousin des Opfers. Quelle: imago
London

„Obwohl ich Lukasz nicht kannte, hat die Geschichte mich schockiert und angewidert“, erklärte der Trucker Dave Duncan, der seine Sammelaktion über die Crowdfunding-Homepage GoFundMe startete. Erst am Dienstag ins Internet gestellt, kamen mit der Sammlung bis Donnerstag 59.000 Euro (rund 50.000 Pfund) zusammen.

Duncans Spendenaufruf endet mit den Worten „RIP (Ruhe in Frieden) Lukasz – von den Truckern in Großbritannien und anderswo“. Laut der Website beteiligten sich mindestens 3900 Spender an der Aktion.Viele gaben 10, 20 oder 50 britische Pfund. Das Geld bringe Lukasz Urban nicht zurück, dass wisse er, schrieb Duncan. Aber es helfe der Familie dabei, in den nächsten Wochen alle notwendige Dinge zu regeln.

Lukasz Urban wurde erschossen

Auf dem Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche waren am Montag zwölf Menschen getötet worden, als ein Lastwagen in die Menge raste. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Seit Mittwoch wird nach einem tatverdächtigen 24-jährigen Tunesier Anis Amri gefahndet, dessen Portemonnaie samt Ausweis die Polizei am Dienstag im Fahrerhaus des Lastwagens fand.

Urban wurde in dem Todes-Lkw erschossen aufgefunden. Er arbeitete als Fahrer für das Unternehmen seines Cousins Ariel Zurawski. Die Leiche habe Zeichen eines Kampfes aufgewiesen, sagte Zurawski dem Sender TVN 24.  „Ein einzelner Mensch hätte ihn nicht überwältigen können.“ Auf einem Foto der polnischen Polizei habe er gesehen, dass Urban verletzt worden sei – er sprach von einem „blutigen und geschwollenen Gesicht“.

Der Brite Duncan ist nicht der einzige, der der Familie des getöteten Lkw-Fahrers helfen will. „Wir kriegen Unmengen an Anfragen, wie man die Familie unseres Kollegen Lukasz finanziell unterstützen kann“, schrieb Zurawski auf der Facebookseite des Unternehmens bei Stettin. Sein Cousin hinterlässt seine Frau und einen 17 Jahre alten Sohn. „Wir danken für jedes gute Wort, jeden Rat und jede Hilfe“, schrieb Zurawski. „Es ist unglaublich, was für eine Kraft in Menschen steckt.“

Von afp/dpa/RND/wer

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