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Panorama Böllerverbot an Silvester 2018: Diese Städte verbieten Feuerwerk
Nachrichten Panorama Böllerverbot an Silvester 2018: Diese Städte verbieten Feuerwerk
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15:04 19.12.2018
In Hannover sollen dieses Jahr böllerfreie Zonen Silvester sicherer machen. Quelle: Lino Mirgeler/dpa
Hannover

Zahlreiche Verletzte durch Böller, immer weiter steigende Angriffe mit Feuerwerkskörpern auf Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr – so lautetet die Silvesterbilanz für Hannover zum Jahreswechsel 2018/2019. Die Stadt hat daraus jetzt Konsequenzen gezogen. Die Verwaltung verbietet an Silvester das Böllern an zentralen Innenstadtplätzen, wie die „HAZ“ berichtet.

Kein Feuerwerk in der Innenstadt: Das sind die Gründe

Damit reagiert die Stadt auf die vielen unschönen Vorfälle beim diesjährigen Jahreswechsel. „Wir stellen leider zunehmend fest, dass sich unter die Feiernden auch Personengruppen mischen, die kein anderes Ziel haben, als Einsatzkräfte und Unbeteiligte mit Feuerwerkskörpern zu beschießen“, sagte Alexander Zimbehl, der Landes-Chef der Polizeigewerkschaft.

Diese Attacken hätten inzwischen „lebensbedrohliche Ausmaße“ angenommen. „Aus meiner Sicht kann nur durch ein striktes Verbot solcher Feuerwerkskörper dieses unterbunden werden“, sagte Zimbehl weiter.

Böllerverbot in Deutschland: Hier gibt es 2018 Verbote

In anderen niedersächsischen Städten wie Göttingen und Lüneburg gibt es bereits Böllerverbote. In Goslar, Osterode am Harz, Celle und Wolfenbüttel dürfen in historischen Zentren keine Böller gezündet werden. Raketen sorgten 2008 in Goslar für einen Millionenschaden, drei Fachwerkgebäude hatten Feuer gefangen.

In Tübingen (Baden-Württemberg) und in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) sind die lauten Knaller sogar streng verboten. Auch hier sind alte Häuser, die leicht entzündlich sind, der Grund. So wie auf der Nordseeinsel Sylt. In Düsseldorf ist bereits das bloße Mitführen von Raketen, Knallern und Co. in der Altstadt verboten.

Feuerwerkskörper in Dortmund: Pyrofreie Zonen

In Dortmund wurden das Gebiet um den Hauptbahnhof und einige besonders belebte Plätze in der Innenstadt zur pyrofreien Zone erklärt. Eine Fortführung dieser Regelung soll laut Informationen der „Welt“ nächste Woche bekanntgegeben werden. Kürzlich verursachten Böller eine Panik in einem Dortmunder Einkaufszentrum.

Im bayerischen Straubing gibt es in diesem Jahr erstmals ein Feuerwerk-Verbot in der Innenstadt. Auch im Rest von Bayern wurden böllerfreie Zonen installiert: in München am Schloss Nymphenburg, in Nürnberg rund um die Burg, in Bamberg auf dem Domplatz, in Würzburg auf dem Residenzplatz, in Landshut auf Burg Trausnitz und in Burghausen an der Burg.

In Dänemark wird alleine die Einfuhr von ausländischen Böllern streng bestraft. Auch Feuerwerkskörper aus Deutschland sind verboten. In den Niederlanden ist das große Knallen zu Silvester in vielen Kommunen ebenfalls untersagt.

Böllerverbot in Hannover: Vorfälle in Fußgängerzone lösten Debatte aus

In Hannover sorgten schlimme Szenen in den vergangenen zwei Jahren für ein Umdenken. Dabei seien in einer Fußgängerzone Böller in Menschenmengen geworfen und Raketen auf Passanten abgefeuert worden.

Zudem steige Jahr für Jahr die Anzahl illegaler Feuerwerkskörper mit weit höherer Sprengkraft in der Stadt, die nicht fachmännisch hergestellt worden seien. „Unsere Einsatzkräfte sehen sich einer immer stärker zunehmenden Gefahr gegenüber, direkt beschossen zu werden“, sagte Zimbehl.

Er verwies auf andere Städte, die ein Böllerverbot in ihren Innenstädten bereits seit Jahren erfolgreich durchsetzten. „Es ist bedauerlich, dass man sich mittlerweile über derartige Schritte Gedanken machen muss – anders scheint aber ein Ende der Gefahrenspirale nicht denkbar“, sagte der Gewerkschafter.

Von RND/ka

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