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Panorama Björn Ulvaeus: „Da ist etwas Spezielles zwischen uns“
Nachrichten Panorama Björn Ulvaeus: „Da ist etwas Spezielles zwischen uns“
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19:40 07.05.2018
War nie verliebt in den Live-Auftritt: Björn Ulvaeus verspricht eine ungewöhnliche Bühnenshow – allerdings mit Avataren. Quelle: Foto: dpa
Stockholm

Wir treffen Björn Ulvaeus im Abba-Museum in Stockholm. Spontan entwickelt sich die Begegnung zu einem Gespräch über die neuen Songs der Kultband aus Schweden.

Herr Ulvaeus, alle deutschsprachigen Abba-Fans warten gespannt auf die beiden brandneuen Songs, die Sie mit Ihren Bandkollegen zusammen eingespielt haben. Erkennt man Abba wieder?

Ja (lacht), die Songs klingen sehr nach Abba, wir sind ja Abba. Einer ist nicht so sehr Disco, er ist im 6/8-Takt komponiert. Aber beide werdet ihr als richtige Abba-Songs wiedererkennen. Mehr sage ich jetzt nicht zu den Liedern. Ihr müsst einfach abwarten, bis sie rauskommen.

Wird es noch mehr neue Abba-Songs geben?

Du meinst, noch mehr Songs, neben den beiden, die wir nun eingespielt haben? Hm ja, also das weiß man nie. Aber ich schließe weitere neue Songs definitiv nicht aus.

Erstmals seit über 30 Jahren waren Sie gemeinsam im Tonstudio. Wie hat sich das angefühlt, wieder gemeinsam Musik zu machen?

Ich muss sagen, dass sich das letztlich total fantastisch angefühlt hat. Wir wussten ja zunächst nicht, wie es sich wieder anfühlen würde, seit 1982 erstmals zusammen in einem Studio zu stehen. Das war ‚schwupps’ zurück in die alte Zeit, als ob es nie eine Pause gegeben hätte. Nach all den Jahren zusammen und all den gemeinsamen Erlebnissen ist zwischen uns ein sehr enges Band gewachsen. Das war immer noch da und so stark wie damals. Da ist etwas sehr spezielles zwischen uns vieren.

Warum hat Abba sich damals überhaupt getrennt – musikalisch und auch privat?

Das lag daran, dass wir Anfang der Achtzigerjahre unterschiedliche Interessen entwickelten. Benny und ich wollten sehr gern ein Musical schreiben, Agnetha und Frida wollten sich als eigenständige Sängerinnen versuchen und Soloplatten aufnehmen. Gänzlich trennen wollten wir uns 1982 ja eigentlich gar nicht. Unser Gedanke damals war, dass wir für eine begrenzte Zeit unsere eigenen Projekte verfolgen und dann wieder als Abba zusammenkommen. Aber manchmal läuft es eben anders, als man annimmt.

Verstehen Sie den Hype, der gerade weltweit um Abba gemacht wird?

Nun ja, eigentlich nicht, wenn ich ehrlich sein soll (lacht). Als wir Abba 1982 auflösten, dachten wir eher, dass wir Schritt für Schritt wieder in Vergessenheit geraten würden. Aber es ist schön, dass unsere Musik noch immer so geschätzt wird.

Im Dezember sollen Avatare die alten Abba-Songs im BBC-Fernsehen und auf einer Welttournee aufführen. Verträgt sich Ihre Musik mit computeranimierten 3-D-Versionen von Ihnen und Ihren Bandkollegen?

Nein, unsere Avatare werden überhaupt nicht kalt sein. Die werden aussehen wie richtige Menschen, und ich verspreche, dass sie mit viel Humor und viel menschlicher Wärme auftreten. Das wird auch mehr als nur eine gewöhnliche Bühnenshow sein, in der wir in der Ecke stehen und Musik machen.

Aber können Sie sich nicht trotzdem vorstellen, doch noch mal zusammen aufzutreten?

Ehrlich gesagt waren wir schon in den Siebzigern nicht besonders darin verliebt, live aufzutreten. Wir mochten die Arbeit im Aufnahmestudio lieber. Von den zehn oder besser gesagt acht Jahren, die wir zusammen aktiv waren, waren wir nur gut sieben Monate auf Tour. Mehr war es schon damals nicht.

Also werden wir tatsächlich Abba nie wieder Live erleben mit Ihnen?

Nej, nej, nej, nej, absolut nicht, völlig ausgeschlossen. Das wird nie passieren. Da waren die Erwartungen etwas hoch gesteckt, als die Leute kürzlich von unserer Wiedervereinigung geredet haben. Keine Chance.

Von André Anwar/RND

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