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Panorama Berlin: 3000 Sumpfkrebse im Tiergarten gefangen
Nachrichten Panorama Berlin: 3000 Sumpfkrebse im Tiergarten gefangen
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00:17 16.09.2017
Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs – dort Delikatesse, in Berlin als Plage eingestuft. Quelle: dpa
Berlin

„Wir sind mehr als überrascht über die Menge“, sagte Wildtierexperte Derk Ehlert von der Umweltverwaltung. Er hatte den Bestand am Neuen See in dem Park ursprünglich auf etwa 200 Exemplare geschätzt. Zuerst hatte der Sender Radio Berlin 88,8 über die hohe Zahl berichtet.

Die eingefangenen Krebse werden laut Ehlert in kochendem Wasser getötet und anschließend geschreddert. Eine Fachfirma kümmere sich um die Entsorgung. Die Tiere sind prinzipiell essbar und werden anderswo als Nahrungs- und Futtermittel verwendet, wie Ehlert erklärt. Sollten sich die Krebse in Berlin etablieren, könnte man darüber nachdenken, sie beispielsweise ins Fischereirecht aufzunehmen. Das ist allerdings eine ziemlich einsame Sicht auf die Dinge. Denn in den USA sind die Krebse eine große Delikatesse. Im Süden, etwa in New Orleans gibt es jedes Jahr große Volksfeste, wenn die Fangsaison begonnen hat.

Das Fischereiamt hatte Ende August mit Fangaktionen begonnen, da eine Abwanderung der Krebse in andere Gewässer befürchtet worden war. Dies zu verhindern, ist auch die Vorgabe: Der Sumpfkrebs steht auf einer Liste der EU-Kommission mit eingewanderten Arten, die potenziell schädlich sind – etwa für einheimische Arten und Ökosysteme. In Berlin erregen die Krebse seit Mitte August Aufmerksamkeit. Sie kamen wohl auch wegen des vielen Regens aus ihren Verstecken und krabbelten sogar auf Straßen.

Von RND/dpa/dk