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Panorama Bereits über 140 Tote nach Erdbeben vor Indonesien
Nachrichten Panorama Bereits über 140 Tote nach Erdbeben vor Indonesien
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12:27 06.08.2018
Durch ein Erdbeben beschädigte Häuser auf der Insel Lombok. Quelle: Adrial Pranandi/AP/dpa
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Jakarta

Nach dem neuen schweren Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok steigt die Zahl der Todesopfer immer weiter. Bei dem Beben der Stärke 6,9 starben nach Angaben der zuständigen Provinzbehörden am Sonntagabend mindestens 142 Menschen. Zudem gab es auf der Nachbarinsel von Bali mehrere hundert Verletzte. Tausende flohen in Panik aus ihren Häusern. Am Montag gab es immer wieder kräftige Nachbeben.

Bei einem erneuten Erdbeben auf der indonesischen Insel Lombok verlieren über 90 Menschen ihr Leben Menschen. Auch auf der Nachbarinsel Bali werden Häuser von der starken Erschütterung beschädigt.

Unklar war am Morgen noch, ob ausländische Touristen unter den Opfern sind. Hinweise, dass auch Deutsche zu Schaden kamen, gab es zunächst nicht. Das Auswärtige Amt teilte mit: „Nach bisherigen Erkenntnissen sind keine Deutschen ums Leben gekommen oder schwer verletzt worden.“ Erst vor einer Woche bei einem Beben auf Lombok 16 Menschen getötet worden.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder bebt dort die Erde, oder es brechen Vulkane aus. Lombok ist die kleinere Nachbarinsel von Bali. Lange Zeit galt sie als Geheimtipp für Leute, denen Bali zu touristisch geworden war. Inzwischen sind aber auch dort viele Urlauber unterwegs.

Mehrere Hundert Touristen von Inseln evakuiert

Das neue Beben hatte die Insel gegen 19.46 Uhr Ortszeit am Sonntagabend erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag rund 18 Kilometer nordöstlich von Lombok im Meer, in etwa 15 Kilometern Tiefe. Die größten Schäden gab es an der Nordküste. Auch die Hauptstadt Mataram wurde sehr in Mitleidenschaft gezogen. Der Süden und der Westen, wo sich die meisten Urlauber aufhalten, ist weniger betroffen.

Aus Angst vor Nachbeben verbrachten viele Menschen die Nacht im Freien - meist ohne Licht, weil durch das Beben auch zahlreiche Stromleitungen gekappt waren. „Wir sammeln uns hier im Dunkeln ohne Strom. Jeder ist draußen im Freien“, sagte der Distriktchef von Nord-Lombok, Najmul Akhyar. Viele Schulen blieben am Montag geschlossen, weil nicht klar war, ob die Gebäude noch sicher sind.

Von den kleineren Gili-Inseln wurden mehrere Hundert Urlauber mit Booten in Sicherheit gebracht, zunächst nach Lombok. Von dort aus wollten die meisten die Insel dann mit dem Flugzeug Richtung Heimat verlassen. Es gab auch Urlauber, die innerhalb einer einzigen Woche gleich zwei schwere Beben miterlebten.

Beben richtet auch auf Bali Schäden an

Das Beben war auch auf der bekannteren Nachbarinsel Bali zu spüren. Dort rannten Urlauber in Panik aus ihren Hotels. Nach Medienberichten wurden das Gebäude des internationalen Flughafens Ngurah Rai sowie zwei Einkaufszentren in der Stadt Ubud, die im Inselinneren liegt, beschädigt. Der Flugbetrieb ist nach Angaben der Behörden von dem Beben aber nicht beeinträchtigt. Indonesiens Präsident Joko Widodo versprach den Opfern finanzielle Hilfe.

Wegen des Bebens wurden auch zwei Konferenzen mit Ministern aus Nachbarländern abgesagt, die am Montag auf Bali und Lombok beginnen sollten. Alle bereits angereisten Gäste seien sicher und unversehrt, hieß es von offizieller Seite. Unter ihnen befindet sich auch die australische Außenministerin Julie Bishop. Auf Bali soll Mitte Oktober eine große Tagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank stattfinden.

Model Chrissy Teigen berichtet auf Twitter vom Erdbeben

Auch Model Chrissy Teigen war von der Erschütterung betroffen. Via Twitter schrieb sie, das Erdbeben auf Bali sehr lange gespürt zu haben. Sie macht dort mit ihrem Ehemann, dem Sänger John Legend, und den gemeinsamen zwei Söhnen Urlaub. Auch die Nachbeben machten ihr offenbar Angst: „Entweder zittere ich noch oder diese kleinen Beben hören nicht auf. Ich versuche, hier normal zu sein“, schrieb Teigen..

Von RND/dpa/AP

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