Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Neues Erdbeben erschüttert Indonesien – mindestens drei Tote
Nachrichten Panorama Neues Erdbeben erschüttert Indonesien – mindestens drei Tote
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:51 11.10.2018
Blick auf den Vulkan Mount Agung auf Bali (Symbolfoto). Quelle: Firdia Lisnawati/AP
Jakarta

Der wiederholt von Naturkatastrophen heimgesuchte Inselstaat Indonesien ist erneut von einem Erdbeben erschüttert worden. Das Beben der Stärke 6,4 riss in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) die Menschen auf Java und Bali aus dem Schlaf. Mindestens drei Menschen wurden durch herabstürzende Trümmerteile getötet, zudem gab es mehrere Verletzte, wie der Nationale Katastrophenschutz mitteilte.

Das Zentrum des Bebens lag in etwa zehn Kilometern Tiefe im Meer nördlich der Provinz Java Timur und nordwestlich der beliebten Urlaubsinsel Bali. Tsunami-Gefahr bestand nach Auskunft der Behörden nicht.

In einer anderen Region Indonesiens, auf der Insel Sulawesi, hatte es am 28. September ein verheerendes Erdbeben der Stärke 7,4 und in der Folge einen Tsunami gegeben. Die Küstenstadt Palu und eine Reihe von Dörfern wurden verwüstet. Zuletzt war offiziell von mehr als 2000 Toten die Rede, allerdings wird befürchtet, dass unter Trümmern und Schlamm noch Tausende mehr begraben liegen.

Beben auch auf IWF-Tagung auf Bali zu spüren

Das Beben vom Donnerstag war auch bei der Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf Bali zu spüren. Laut den Organisatoren kamen ersten Erkenntnissen zufolge aber keine Teilnehmer zu Schaden, auch ernstzunehmende Schäden habe es nicht gegeben.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der Inselstaat hat so viele aktive Vulkane wie kein anderes Land der Welt. Auch Erdbeben und Tsunamis kommen dort häufiger vor. Beim Mega-Tsunami an Weihnachten 2004 starben mehr als 160 000 Menschen, so viele wie in keinem anderen Land der Region. Insgesamt kamen damals in den östlichen Anrainerstaaten des Indischen Ozeans etwa 230 000 Menschen ums Leben.

Von RND/dpa