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Panorama Aufräumen nach dem Tornado bei Göttingen
Nachrichten Panorama Aufräumen nach dem Tornado bei Göttingen
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13:22 05.09.2016
Aufräumarbeiten nach dem Tornado: Dachdecker räumen in Dramfeld im Landkreis Göttingen Ziegel von einem Scheunendach. Quelle: Swen Pförtner
Dramfeld

Nach dem schweren Unwetter in Niedersachsen sichern die Einwohner des Ortes Dramfeld ihre abgedeckten Dächer. Nach Angaben der Polizei hatte am Sonntagnachmittag im Kreis Göttingen ein Tornado gewütet, verletzt wurde aber niemand.

Es mussten Ziegel von der Straße gekehrt und umgekippte Bäume beiseite geschafft werden, wie der Bürgermeister der Gemeinde Rosdorf, Sören Steinberg (SPD), sagte. Augenzeugen hätten berichtet, wie Stühle, Sonnenschirme und Äste in die Luft gewirbelt wurden. Vom Deutschen Wetterdienst (DWD) gab es noch keine Aussage, ob es sich tatsächlich um einen Tornado oder um eine extreme Gewitterböe gehandelt hatte.

Gemeindebrandmeister Martin Willing sagte: "Die Schneise der Windhose ist etwa 500 Meter lang und geht durch den gesamten Ort." Selbst die Feuerwehrleute seien beeindruckt gewesen von der Stärke des Sturms.

Das Unwetter beschädigte die Dächer von mehr als 20 Häusern und acht Scheunen. Auch vom Dach der Grundschule seien Ziegel geweht worden, der Schulbetrieb habe aber gefahrlos stattfinden können, sagte Bürgermeister Steinberg. Mehrere Autos wurden ebenfalls durch herabfallende Ziegel demoliert, rund zwei Dutzend Bäume knickten ab. "Wir werden jetzt überprüfen, ob noch andere Bäume so beschädigt sind, dass sie gefällt werden müssen." Die Polizei hatte in ersten Schätzungen von etwa 500 000 Euro Sachschaden gesprochen.

Ein Sprecher des Deutschen Wetterdienst erklärte, auch Gewitterböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometer könnten Schneisen schlagen. "Bei einem Tornado dreht sich - anders als bei einer eher geradlinige Gewitterfallböe - alles um eine senkrechte Achse."

In Deutschland gibt es nach Worten von DWD-Experte Andreas Friedrich jährlich zwischen 20 und 60 Tornados. "2016 waren es bisher gut 30." Die Zahl der Gewitterböen liege zwischen mehreren Hundert und mehreren Tausend im Jahr.

dpa

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