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Panorama Asiatischer Aberglaube: 14 Tonnen Schuppen vom Schuppentier beschlagnahmt
Nachrichten Panorama Asiatischer Aberglaube: 14 Tonnen Schuppen vom Schuppentier beschlagnahmt
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18:23 08.04.2019
Rund 300 der stark gefährdeten Schuppentiere werden täglich illegal getötet. Quelle: Denis Farrell/AP
Hongkong

Behörden in Singapur haben auf einem Schiff von Nigeria kommend rund 14 Tonnen Schuppentier-Schuppen gefunden. Für die auf dem asiatischen Markt begehrten Schuppen mussten schätzungsweise 36.000 der stark bedrohten Schuppentiere – auch Pangoline genannt – sterben. Ebenfalls an Bord waren mehr als 180 Kilogramm Elfenbein.

Für Singapur ist das ein Rekordwert, meldet die „New York Times“ und beruft sich auf die „Pangolin Specialist Group“ der „International Union for Conservation of Nature“. „Wenn der illegale Wildtierhandel nicht aufhört, werden Pangoline aussterben“, zitiert die NYT Paul Thomson von der „Pangolin Specialist Group“.

Grim news today out of Singapore. We estimate that this confiscation could equal 36,000 dead individual pangolins. We...

Gepostet von IUCN Pangolin Specialist Group am Donnerstag, 4. April 2019

Schuppen gelten in Asien als Arzneimittel

Die nachtaktiven Schuppentiere, die in Asien und Afrika heimisch sind, sind die am meisten illegal gehandelte Säugetiere weltweit – dieser traurige Rekord hat ihnen sogar einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde eingebracht.

In Asien gilt ihr Fleisch als Delikatesse, die Schuppen werden als Arzneimittel gehandelt. Sie bestehen, genau wie das Horn des Nashorns, ausschließlich aus Keratin, wie menschliche Fingernägel. Der größte Markt ist China, danach folgt Vietnam. Hierhin sollte das Schiff auch fahren. Nach einer Umfrage von WildAid glauben 70 Prozent der Chinesen, dass die Schuppen etwa Rheuma und Hautkrankheiten heilen.

Geschätzt werden jährlich 100.000 Schuppentiere gewildert

Der Handel mit Schuppentieren wurde 2013 weltweit verboten, dennoch werden jedes Jahr rund 100.000 Schuppentiere illegal gewildert, schätzt die Tierschutzorganisation Pro Wildlife. Das sind fast 280 Tiere täglich. Sie sind leicht einzufangen, weil sie sich bei Gefahr zusammenrollen, um nicht gefressen zu werden. Wilderer können sie dann einfach einsammeln und wegtragen.

Erst vor wenigen Wochen gab es einen Rekordfund in Malaysia, einem der größten Umschlagplätze im afrikanisch-asiatischen Handel. Dort wurden in zwei Fabriken fast 30 Tonnen tiefgefrorener Pangoline und 361 Kilogramm Schuppen gefunden, nur 61 Tiere wurden lebend gerettet.

Von RND/msk

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