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Panorama Amokfahrer von Toronto vor dem Haftrichter
Nachrichten Panorama Amokfahrer von Toronto vor dem Haftrichter
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13:15 24.04.2018
Ein Mann tröstet seine Frau, die Zeugin wurde, als ein Mann mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge raste. Quelle: The Canadian Press/AP
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Toronto

Einen Tag nach der Todesfahrt von Toronto soll Alek Minassian an diesem Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Das teilte die Polizei der kanadischen Großstadt via Twitter mit. Der 25 Jahre alte Student lenkte mitten in einem belebten Geschäftsviertel einen Lieferwagen in eine Gruppe von Fußgängern. Zehn Menschen starben, 15 weitere wurden bei der Zickzackfahrt über Gehwege verletzt. Minassian ist der Polizei zufolge nicht vorbestraft. Weitere Verdächtige gebe es nicht.

Minassian aus dem Vorort Richmond Hill ist laut seinem Linked-in-Profil Student am Seneca College im selben Viertel, in dem der Anschlag stattfand. Alles sehe nach einer vorsätzlichen Tat aus, ermittelt werde in alle Richtungen, sagte Torontos Polizeichef Mark Saunders. Die Sender NBC und CTV berichteten unter Berufung auf Strafverfolger und Sicherheitskreise, der Täter sei vermutlich geistig verwirrt.

Der Amokfahrer von Toronto, Alek Minassian. Quelle: Linked in

Die zuvor geltende mittlere Terrorwarnstufe in der kanadischen Millionenmetropole, wo bis Montag die Außenminister der G7-Staaten getagt hatten, bleibe unverändert, sagte Ralph Goodale, Minister für öffentliche Sicherheit. Für eine erhöhte Terrorgefahr gebe es keine Hinweise.

Mit 60 bis 70 Stundenkilometern hatte der weiße Mietwagen am Montag Fußgänger erfasst, als er um die Mittagszeit in der Geschäftsgegend im Bezirk North York von der Straße auf den Bürgersteig fuhr. Dabei wechselte er über rund 15 Straßenblocks hinweg immer wieder zwischen Straße und Gehweg.

Polizeichef Saunders lobte den Beamten, der Minassian überwältigt hatte. „Durch sein Training hat der Polizist fantastische Arbeit geleistet“, zitierte der US-Sender CNN Saunders. Bei der Festnahme habe der Polizist die Lage schnell begriffen und so eine „friedliche Lösung“ erreicht. „Die Polizisten hier lernen, so wenig Gewalt wie möglich anzuwenden.“ Saunders zufolge hatte der Angreifer keine Schusswaffe bei sich. Welchen Gegenstadt er bei seiner Festnahme in der Hand hielt, werde noch untersucht.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau äußerte sich entsetzt über den „schrecklichen Vorfall“ und dankte den Rettern vor Ort. Bundesaußenminister Heiko Maas sprach den Überlebenden des „schrecklichen Verbrechens“ sein Beileid aus – ebenso wie die US-Regierung.

Von RND/dpa

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