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Panorama Hier müssen Sie an Himmelfahrt mit Stau rechnen
Nachrichten Panorama Hier müssen Sie an Himmelfahrt mit Stau rechnen
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13:37 24.05.2017
Der ADAC warnt vor Staus am Feiertags-Wochenende. Vor allem am Mittwoch und Sonntag sollten Autofahrer Autobahnen und Innenstädte meiden.  Quelle: dpa
Stuttgart

Am Donnerstag ist Christi Himmelfahrt, ein bundesweiter Feiertag. Viele Urlauber machten sich deshalb am Mittwoch schon auf den Weg in den Kurzurlaub. Wegen des sommerlichen Wetters gesellten sich dazu am Wochenende spontane Ausflügler, hieß es. Samstag werde dafür vergleichsweise ruhig.

Hier kommen Sie zum Routenplaner vom ADAC

Die Situation im Norden

Autofahrer im Norden müssen sich am Himmelfahrtstag und am Wochenende danach auf zahlreiche Staus gefasst machen. Neben Ausflüglern seien auch Kurzurlauber unterwegs, da am Freitag in etlichen Bundesländern schulfrei ist, teilte der ADAC mit. Staus drohten auf den Routen zur Küste, den Naherholungsgebieten und dem Süden wegen des hohen Verkehrsaufkommens und wegen zahlreicher Baustellen.

Mit stockendem Verkehr rechnet der ADAC insbesondere auf der A1 von Osnabrück nach Bremen und Hamburg, der A2 zwischen Dortmund, Hannover und Berlin sowie im kompletten Verlauf der A7 vom Norden Richtung Süden. Im vergangenen Jahr war der Sonntag des langen Himmelfahrt-Wochenendes der staureichste Sonntag des Jahres.

Baustellen, an denen es sich in den kommenden Tagen besonders stauen kann, befinden sich auf der A1 Osnabrück-Bremen zwischen Groß Ippener und Bremen-Arsten sowie zwischen Wildeshausen-Nord und Delmenhorst-Ost.

Gleich mit dem Einrichten neuer Baustellen auf der A2 gibt es auch wieder massive Behinderungen im Großraum Hannover. Auch ohne dass es zu Unfällen gekommen war, mussten Autofahrer hier am Dienstag bereits rund 45 Minuten mehr für ihre Fahrt einplanen. Auf der A7 Hannover-Hamburg gibt es Arbeiten zwischen Westenholz und Dorfmark.

Die Situation im Osten

Das erwartete gute Wetter wird der Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern voraussichtlich das beste Wochenende der bisherigen Saison bescheren. Insgesamt werden bis Sonntag dank Christi Himmelfahrt rund 250 000 Gäste im Land erwartet, sagte der Sprecher des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, am Montag. Erwartungsgemäß werden die Küsten sehr gut frequentiert sein, dort werde teilweise mit Auslastungen von mehr als 90 Prozent gerechnet. Aber auch die Hoteliers im Binnenland und Campingplatzbetreiber könnten mit ähnlich hohen Auslastungen rechnen. Die meisten Gastgeber gingen in einer Verbandsumfrage von einem besseren oder zumindest gleich guten Geschäftsverlauf über Christi Himmelfahrt wie im Vorjahr aus.

Unter den Ausflüglern sind zahlreiche Autofahrer aus Berlin, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen, wo Freitag, der 26. Mai, offiziell schulfrei ist. Berlin gönnt seinen Schulkindern sogar schon den Mittwoch, 24. Mai, frei. Die meisten Kurzurlauber zieht es in die Naherholungsgebiete, an die Küste oder in den Süden.

In Brandenburg sind vor allem die Autobahnen um Berlin betroffen, etwa die A2 Richtung Hannover oder die A9 Richtung Nürnberg. Aber auch hier können die Straßen Richtung Küste voll werden.

Die Urlauber werden nach Ansicht von Uwe Ulbrich vom Wetterdienst Meteomedia in ihren Erwartungen dem Wetter gegenüber nicht enttäuscht. Im Großen und Ganzen werde es bis Sonntag sonnig und warm bleiben. Ulbrich rechnete mit Temperaturen von 25 bis 28 Grad bei bis zu elf Stunden Sonnenscheindauer täglich.

Autofahrer, die nach Mecklenburg-Vorpommern kommen wollen, müssen sich allerdings laut ADAC auf Staus und vollen Straßen einstellen. Die Großräume Hamburg und Berlin zählten im Norden und Osten zu den Brennpunkten, an denen es eng werden könnte. Probleme gibt es an solchen Tagen immer auf den Zu- und Abfahrten von Rügen, Usedom und dem Darß.

Die Situation im Westen

„Am Mittwochnachmittag erreichen wir bestimmt 400 Kilometer Stau in NRW, am Sonntag werden es um die 200 Kilometer sein“, sagte am Dienstag Bernd Löchter, Sprecher von Straßen.NRW.

Wer das lange Wochenende für einen Kurzurlaub nutzen möchte, sollte diese beiden Tage meiden, rät Simone Wans, Sprecherin beim ADAC Nordrhein. An den übrigen Tagen des langen Wochenendes soll es nämlich ruhig bleiben. „Man bricht besser erst nach der großen Welle auf. Also am Mittwoch nach 19 Uhr oder am Donnerstag ganz früh.“ Aber auch dann müssen Autofahrer mit Behinderungen durch Baustellen und Sperrungen rechnen. „Wenn die Reisenden weg sind - also von Mittwochabend bis Sonntagmorgen - ist das für uns eine ideale Zeit zum Bauen“, sagt Löchter.

Unter anderem wird die A3 in Fahrtrichtung Frankfurt zwischen dem Kreuz Ratingen-Ost und dem Kreuz Hilden und zwischen dem Kreuz Langenfeld und dem Kreuz Leverkusen von Mittwoch um 22 Uhr bis Montag um 5 Uhr gesperrt. Baustellen sorgen vor allem auf der A1 zwischen Köln und Dortmund, auf der A3 zwischen Köln und Oberhausen und auf der A40 und A42 rund um Dortmund für Staus. Insgesamt rechnet der ADAC Nordrhein auf 96 Teilstücken auf 23 nordrhein-westfälischen Autobahnen mit Behinderungen wegen Baustellen.

Die Situation im Süden

Auch die Landespolizei Baden-Württemberg erwartet Staus auf allen großen Straßen. Betroffen sind insbesondere die A5 zwischen Kreuz Heidelberg und Baden-Baden, die A6 zwischen Kreuz Walldorf und Bretzfeld und die A7 zwischen Aalen/Oberkochen und Kreuz Ulm/Elchingen. Auch auf der A8 zwischen Dreieck Karlsruhe und Pforzheim-West und zwischen Aichlberg und Ulm-Ost, auf der A81 zwischen Mundelsheim und Dreieck Leonberg sowie zwischen Kreuz Stuttgart und Herrenberg und im Kreuz Hegau und auf der Bundesstrasse 31 ist viel Verkehr zu erwarten.

Wegen Brückenarbeiten kann die A656 zwischen Mannheim-Seckenheim und dem Kreuz Heidelberg am Wochenende nicht befahren werden. Die Innenstädte von Grafenau-Döffingen, Göppingen und Tannhausen sind am Wochenende zeitweise komplett für den Autoverkehr gesperrt. Mit Behinderungen ist in Nürtingen und Ulm zu rechnen.

Die Situation in Österreich und der Schweiz

Für Österreich und die Schweiz rechnen die Autoclubs mit einem ähnlichen Szenario wie in Deutschland: Staus und Behinderungen können demzufolge bereits ab Mittwochnachmittag den Start in das Wochenende markieren. In der Schweiz nennt der ACE hierbei vor allem die Gotthardautobahn in Richtung Süden, was dann zu Staus vor dem Nordportal des Tunnels führen könne. Für den Sonntag sind Störungen aufgrund der Rückreisenden zu erwarten. Von Österreich zurück nach Deutschland könne es an den Grenzübergängen ebenfalls länger dauern.

RND/dpa/kha