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Panorama 2000 Schweine in Mastanlage verhungert, verdurstet und erstickt
Nachrichten Panorama 2000 Schweine in Mastanlage verhungert, verdurstet und erstickt
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14:56 07.11.2018
Schweine stehen in einem Stall. Quelle: Friso Gentsch/dpa
Gelchsheim

Die etwa 2000 toten Schweine, die im April in einem Maststall im Landkreis Würzburg gefunden wurden, sind wahrscheinlich verdurstet, verhungert oder erstickt. Die Tiere seien mit hoher Wahrscheinlichkeit verendet, weil sie unzureichend mit Futter, Wasser und Luft versorgt worden waren, teilte die Staatsanwaltschaft Würzburg am Mittwoch auf Nachfrage mit. Aufgrund der bereits stark fortgeschrittenen Verwesung vieler Tiere sind sowohl eine sichere Todesursache als auch die genaue Anzahl der Tiere nicht mehr feststellbar, wie es weiter heißt. Darüber hatten auch der Bayerische Rundfunk und die „Main-Post“ berichtet.

Dass Krankheiten, eine Infektion, Lüftungs- oder Stromausfälle zum Tod der Schweine geführt haben könnten, sei ausgeschlossen. Inwieweit technische Mängel, wie Defekte an der Fütterungs- und Lüftungsanlage, das Verenden der Schweine begünstigt haben könnten, konnte noch nicht abschließend geklärt werden.

Betreiber des Stalls im Visier der Ermittler

Die Staatsanwaltschaft geht nach bisherigen Ermittlungsergebnissen der Polizei und des Veterinäramtes davon aus, dass der Betreiber des Stalls seinen Pflichten als Tierhalter nicht ausreichend nachgekommen ist. Gegen ihn werde deshalb unter anderem wegen Misshandlung von Tieren ermittelt. Ob und wann gegen den Beschuldigten Anklage erhoben wird, war zunächst unklar.

Die Tiere waren Anfang April in Ställen in Osthausen, einem Ortsteil von Gelchsheim, gefunden worden. Die Mastschweine waren da bereits seit Wochen und Monaten tot. Weil der Betreiber die Entsorgung der Tiere nicht übernehmen konnte, sprang das Landratsamt Würzburg ein. Es entstanden Kosten von mehr als 200 000 Euro, die die Behörde nun zurückfordert.

Von RND/dpa