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Panorama 15-Jährige in Park erstochen – Mutter bricht am Tatort zusammen
Nachrichten Panorama 15-Jährige in Park erstochen – Mutter bricht am Tatort zusammen
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21:30 11.06.2018
In Viersen am Niederrhein ist ein 15-jähriges Mädchen in einem Park erstochen worden. Quelle: dpa
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Viersen

Ein 15-jähriges Mädchen ist im niederrheinischen Viersen Opfer eines tödlichen Messerangriffes geworden. Die Bluttat ereignete sich am helllichten Tag am Montagmittag in einem Park der 75.000-Einwohner-Stadt. Bei der groß angelegten Fahndung nach dem Täter flüchtete ein junger Mann vor einer Polizeikontrolle, teilten die Ermittler mit. Der aus der Türkei stammende 25-Jährige stellte sich dann am frühen Abend auf einer Polizeiwache. Er ist polizeilich bekannt. Seine mögliche Beteiligung an der Tat wird nun geprüft.

Mutter bricht nach Tod der Tochter zusammen

Die Eltern eines getöteten Mädchens in Viersen haben am Montagabend Gedenkkerzen an dem Ort in einem Park niedergelegt, an dem ihre 15-jährige Tochter wenige Stunden zuvor erstochen wurde. Von Heulkrämpfen geschüttelt brach die Mutter auf der Wiese zusammen. Auch der Vater war zum Tatort im „Casinogarten“ in der Innenstadt gekommen.

Ein Obdachloser hatte den Eltern zuvor die Stelle auf einer Wiese gezeigt, an der das Mädchen am Mittag schwer verletzt zusammengebrochen war. Der Mann hatte nach eigenen Angaben noch versucht, sie zu retten: „Ich habe die Wunden zugehalten“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Obdachlose entdeckten das Mädchen

Die 15-Jährige aus Viersen ist rumänischer Herkunft. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie wenig später starb. Die Polizei in Viersen ruft Zeugen auf, sich bei der Mordkommission zu melden. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung entdeckten Obdachlose das Mädchen, die Schreie gehört hatten. Einer von ihnen alarmierte demnach die Rettungskräfte. Das Mädchen sei blutüberströmt und von Messerstichen übersät gewesen, sagte ein Augenzeuge der Zeitung.

Ein 15-jähriges Mädchen ist im niederrheinischen Viersen Opfer eines tödlichen Messerangriffes geworden.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) äußerte sich bestürzt: „Es ist erschreckend, was heute Mittag in Viersen passiert ist“, sagte er in einer Mitteilung. Die tödlichen Verletzungen in einem öffentlichen Park machten ihn tief betroffen.

Mehrere Gewaltverbrechen an Mädchen

In den vergangenen Monaten sind in Deutschland mehrere jugendliche Mädchen nach Gewaltverbrechen gestorben. So war erst am Wochenende der Tatverdächtige im Fall der getöteten 14-jährigen Susanna, Ali B., im Irak festgenommen worden. Der Flüchtling steht im Verdacht, das Mädchen aus Mainz vergewaltigt und umgebracht zu haben.

Bundesweit Aufmerksamkeit hatte im Dezember 2017 auch der Fall einer 15-Jährigen aus Kandel in Rheinland-Pfalz auf sich gezogen, die in einem Drogeriemarkt erstochen wurde. Am 18. Juni beginnt der Mordprozess gegen den angeblich gleichaltrigen Ex-Freund aus Afghanistan nach Jugendstrafrecht. Der Fall hatte eine Debatte über die Altersfeststellung von Flüchtlingen ausgelöst.

Von RND/dpa

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