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Medien „Wir glauben an den Journalismus“
Nachrichten Medien „Wir glauben an den Journalismus“
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18:32 06.09.2017
RND-Chefredakteur Wolfgang Büchner begrüßt die Gäste aus Politik und Medien zum diesjährigen Flurfest.
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Berlin

Zumindest die Wortgefechte müssen beim Flurfest des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) draußen bleiben. Es ist ein entspanntes Zusammentreffen von weit mehr als hundert Gästen aus Medien und Politik im Berliner Hauptstadtbüro des RND. „Denn Politik und Journalismus“, wird Kanzleramtsminister Peter Altmaier später am Abend sagen, „sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Ohne den Journalismus würde ja niemand wissen, was wir Politiker machen.“

Also müssen sie miteinander reden. „Denn wir glauben an diesen Journalismus“, sagt Wolfgang Büchner, Chefredakteur des RND zur Eröffnung des Flurfests. Trotz aller Zweifel. Trotz Digitalisierung und Lügenpresse-Vorwürfen. Zumal: „In Zeiten des Abbaus, der Schrumpfung und der Krise baut das RND sein Team weiter aus“, so Gordon Repinski, Leiter des Berliner Büros. „Bis keiner mehr an uns vorbeikommt.“

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Die besten Bilder vom diesjährigen RND-Flurfest im Hauptstadtbüro des RedaktionsNetzwerks Deutschlands.

Am Montagabend gilt das bereits ganz wörtlich. Vorbeikommen ist nicht leicht, so dicht drängen sich die Gäste. Ein blau-grau-beiges Farbenmeer aus Blusen und Anzügen. Vor den Fenstern leuchten Bundestag und Kanzleramt gegen die aufkommende Dunkelheit.

Viele der politischen Gäste sind umringt von Freunden, politischen Gegnern und Fragenden. Das Flurfest-Flurfunk Thema des Abends: der Wahlkampf, genauer: das TV-Duell am Sonntag.

„Ich hätte mir mehr Themen gewünscht“, sagt etwa Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Caren Lay, stellvertretende Vorsitzende der Linken, sah auch bei den Fragen der Moderatoren Defizite. Einige fühlen sich dabei sogar an das Programm der AfD erinnert. Auch SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hätte sich einen anderen Ablauf gewünscht. „Eine Dreiviertelstunde Betrachtung der Vergangenheit – das hilft doch keinem.“ Was fehlte, da sind sich alle einig, sind die Alltagsthemen der Deutschen: Löhne, Digitalisierung, Bildung zum Beispiel.

RND erreicht mittlerweile täglich fast vier Millionen Menschen

Themen, denen sich das RedaktionsNetzwerk Deutschland täglich widmet. Thomas Oppermann als Leser des „Göttinger Tageblatts“, das zum RND gehört, ist von den Nachrichten des Netzwerks überzeugt. „Da muss nicht mehr unbedingt die ‚Süddeutsche‘ oder die ‚FAZ‘ auf dem Tisch liegen.“

35 Tageszeitungen beliefert das RND mittlerweile, mit einer verkauften Auflage von rund 1,4 Millionen. „Damit erreichen wir täglich fast vier Millionen Menschen“, sagt Thomas Düffert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Madsack Mediengruppe, zu der das RND gehört. Eine Reichweite, von der zu Beginn des RND keiner hätte träumen können. Seine Zuhörer nicken anerkennend, dann diskutieren sie weiter über den Wahlkampf.

Einige lachen, andere debattieren heftig, keiner streitet. Nicht jetzt, nicht heute Abend. Thema sind zum Beispiel Strategien zum Durchhalten des Wahlkampfes. Oppermann und Lay bevorzugen dabei täglichen Sport, der ehemalige Innenminister Hans-Peter Friedrich hingegen kann dem nichts abgewinnen: „Ich nehme in jedem Wahlkampf zehn Kilo zu“, sagt er. Peter Altmaier dagegen isst nicht mehr, aber auch nicht weniger, dafür gibt es hin und wieder ein Nickerchen. Auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil geht es gemächlicher an. „Am wichtigsten ist, dass man nicht verkrampft.“ Jemand reicht ihm ein Bier. Das ist schon mal ein Anfang.

Von Julius Heinrichs/RND

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