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Medien Wettbewerbshüter prüfen geplante Sky-Übernahme
Nachrichten Medien Wettbewerbshüter prüfen geplante Sky-Übernahme
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14:23 29.06.2017
Der umstrittene Medienunternehmer Rupert Murdoch. Quelle: dpa
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London

Die britische Kulturministerin Karen Bradley sagte am Donnerstag im Unterhaus, mit der geplanten Übernahme von Sky könnten der Medienunternehmer Rupert Murdoch und seine Familie großen Einfluss auf Anbieter aller wichtigen Plattformen bekommen. Sie kündigte an, das Vorhaben werde nun der Wettbewerbsbehörde vorgelegt.

„Die Transaktion könnte die Möglichkeit des Murdoch Family Trusts vergrößern, Einfluss auf die Nachrichtenagenda insgesamt und den politischen Prozess zu nehmen“, sagte Bradley. Kritiker haben erklärt, der Medienunternehmen Murdoch bekäme damit zu große Macht auf dem britischen Medienmarkt. Sein Unternehmen besitzt unter anderem zwei der größten Zeitungen des Landes, die „Sun“ und die „Times“.

Die EU-Kommission hat einer Übernahme bereits zugestimmt

Der US-Medienkonzern von Murdoch, der ein Filmstudio und den Fernsehsender Fox betreibt, will die 61 Prozent von Sky übernehmen, die ihm noch nicht gehören. Twenty-First Century Fox bekäme damit Zugriff auf die 22 Millionen Sky-Kunden in Großbritannien, Irland, Österreich, Deutschland und Italien.

Die Medienaufsichtsbehörde Ofcom legte in der vergangenen Woche einen Bericht zu den Auswirkungen einer Übernahme auf die Medienvielfalt vor. Ein weiterer Bericht befasste sich damit, ob Twenty-First Century Fox die Voraussetzungen für eine Rundfunklizenz erfüllt. Die EU-Kommission hat einer Übernahme bereits zugestimmt.

Skandale verhinderten vor Jahren die Übernahme

Mehrere Frauen, die nach eigener Aussage während ihrer Arbeit für den Fernsehsender Fox sexuell belästigt wurden, haben sich gegen eine Übernahme ausgesprochen. Ofcom überzeugte das jedoch nicht. Es gebe keine Beweise, dass Manager bei Fox von dem Fehlverhalten ihrer Mitarbeiter gewusst hätten, bevor sie im Juli 2016 öffentlich wurden. Danach sei eingeschritten worden.

Ein früherer Versuch, Sky zu übernehmen, war schon 2011 gescheitert. Damals erschütterte ein Skandal um von Murdochs britischen Zeitungen abgehörte Telefone das Land und der Unternehmer zog sein Angebot zurück.

Von RND/dpa

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