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Medien „Waldi“ will zum Fernsehen zurück
Nachrichten Medien „Waldi“ will zum Fernsehen zurück
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15:09 08.06.2017
Will wieder vor die Kamera: Waldemar „Waldi“ Hartmann, bayerisches Moderatoren-Urgestein. Quelle: dpa
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Berlin

Um Waldemar Hartmann war es in letzter Zeit ruhig geworden. Jetzt denkt der Sportmoderator an eine Rückkehr ins Fernsehen. „Man soll ja nie ,nie“ sagen. Ich bin da derzeit in guten Gesprächen mit zwei Sendern“, verriet „Waldi“ der Fernsehzeitschrift „auf einen Blick“. „Beim Schach würde man sagen, ich bin in einer Hängepartie. Da ist auch eine ziemlich verrückte Nummer dabei. Wäre mal was ganz anderes. Also, schau’n mer mal.“

Ein Klassiker dank Weizenbier

„Waldi“ gilt als TV-Sport-Original. Zum Klassiker wurde ein Interview, das er 2003 mit Rudi Völler, dem damaligen Teamchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft führte. Ein wutentbrannter Völler fühlte sich von den Kommentatoren Günter Netzer und Gerhard Delling angegriffen, die das Unentschieden im EM-Qualifikationsspiel gegen Island ungünstig für die deutsche Mannschaft analysiert hatten und griff in diesem Gespräch auch Hartmann verbal an, unterstellte ihm lockeres Angesäuseltsein. „Du sitzt hier locker bequem auf deinem Stuhl, hast drei Weizenbier getrunken und bist schön locker“, ereiferte sich Völler.

Rehabilitation bei Jauch – drei Jahre nach „Waldigate“

Der Ausbruch verwandelte sich am Ende in einen Vorteil für „Weißbier-Waldi“, die Brauerei Paulaner machte den Vorfall zu einer Werbeanzeige und engagierte Hartmann für TV-Werbespots. Für Befremden sorgte Hartmann 2013, als er als Telefonjoker in der RTL-Quizshow „Wer wird Millionär?“ die falsche Antwort gab. Obwohl die Bundesrepublik Deutschland 1974 im eigenen Land Weltmeister wurde, behauptete er das Gegenteil. Das Scherzwort „Waldigate“ machte damals die Runde. 2016 nutzte er bei Günter Jauch die Möglichkeit einer Rehabilitierung. „Russland“ antwortete er richtig auf die Frage, gegen welches Team Deutschland nicht in der Qualifikation für die Fußball-WM 2018 spielen müsse. „Sind sie sich ganz sicher?“ hakte die misstrauische Kandidatin vorsichtig nach.

Einsatz für Helene Fischer

Bis heute ist Hartmann, dessen Vertrag mit der ARD 2012 in beiderseitigem Einvernehmen gelöst wurde, gern gesehener Gast bei Diskussionsrunden – und ritterlich dazu. Als neulich in der Halbzeit des DFB-Pokalfinales zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt ein Pfeif- und Buh-Sturm der Frankfurter Fans über den Pausenstar Helene Fischer (BVB-Fan) hinwegfegte. „Das muss wirklich nicht sein“, sagte Hartmann zu der seiner Meinung nach unangemessenen Reaktion und lieferte Hintergründe. Der Auftritt sei eine Entscheidung des Deutschen Fußballbunds gewesen, „und bei den Frankfurtern hing auch ein Plakat: Krieg dem DFB, so viel zur Friedlichkeit.“

Plan für den Sommer: Motorbootführerschein

Hartmann, 1948 in Nürnberg geboren, absolvierte 1970 ein Volontariat bei der „Schwäbischen Neuen Presse“. Beim Bayerischen Rundfunk begann er 1970 als freuer MMitarbeiter und wurde 1976 „Rundschau“-Moderator. Zum Sport wechselte er Mitte der Achtzigerjahrem kommentierte Fußball-Weltmeisterschaften und Olympische Spiele. 2009 wurde er Boxmoderator beim MDR.

Mit welchen Sendern er nun sein Comeback anstrebt, was sich hinter der „verrückten Nummer“ verbirgt, gab Hartmann nicht bekannt. Für den Sommer hat der 69-Jährige, der seit anderthalb Jahren in Berlin wohnt, auch private Pläne: „Ich möchte jetzt den Motorboot-Führerschein für Binnenschifffahrt machen“, sagte „Waldi“ der „auf einen Blick“, und mit meiner Frau gemütlich die Wasserwege Berlins entdecken“.

Von big/OTS/RND

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